Umwelt

Umweltministerin: Unwetter sind Vorboten des Klimawandels (Video)

FOTO: Bernd Wientjes

Luxemburg/Gerolstein. In Gerolstein ist das Dach einer Schule eingestürzt. Dudeldorf in der Eifel hat es besonders stark erwischt.

Nach den verheerenden Unwettern der vergangenen Tage in der Region haben sich gestern die deutsch­sprachigen Umweltminister in Luxemburg getroffen. Ein Thema dabei war natürlich auch die Extremwetterlage.

Häufige Starkregen und die dadurch verursachten Überflutungen seien Vorboten des Klimawandels, sagte Bundesumweltminsterin Svenja Schulze (SPD) im Interview mit unserer Zeitung. Die weltweit vereinbarten Klimaziele müssten endlich umgesetzt und der Ausstoß des klimaschädlichen Co2 müsse reduziert werden. „Wir müssen alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen“, so die Ministerin. Bis dahin müsse man sich an das anpassen, „was unvermeidlich kommt“. Verhindern könne man die Unwetter nicht, man müsse aber versuchen, die Auswirkungen in Grenzen zu halten, sagte Schulze.

In Zukunft müsse es aber etwa bei der Ausweisung von Baugebieten eine Risikoanalyse geben, um möglichst die Gefahr von Überflutungen zu verringern oder ganz auszuschließen. Die Daten dazu sollen in Datenbanken zusammengetragen werden und den Bürgern und Kommunen zur Verfügung gestellt werden.

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