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Belle and Sebastian in Luxemburg

Ode an den einsamen Olympioniken

Die schottische Indie-Band Belle and Sebastian mit Frontmann Stuart Murdoch (links) spielte zum ersten Mal in Luxemburg. FOTO: Andreas Feichtner / TV

Esch/Alzette. Von Andreas Feichtner

Er ist nicht hier an diesem Abend im Rockhal-Club, kann er auch nicht sein. Matthieu Osch. Kennen Sie nicht? Dann geht’s Ihnen wie Belle-and-Sebastian-Frontmann Stuart Murdoch, der jenem Luxemburger gerade den Song „The Stars of Track and Field“ gewidmet hat. Okay, eigentlich nicht nur Osch, sondern allen Luxemburger Athleten bei den Winterspielen in Pyeongchang. Aber der Skifahrer ist eben der einzige.

Luxemburg ist sozusagen das Dorf unter den Ländern, so hat sich das Sänger, Gitarrist und Pianist Murdoch auch schon vorher bei der Belle-and-Sebastian-Premiere im Großherzogtum zusammengereimt. Das Gefährlichste, was passieren kann? Vielleicht mal umknicken, wenn’s glatt wird. Es geht nicht nur um die Musik der Schotten heute, um den kuschelig-warmen Kammer-Pop mit oftmals mehrstimmigen Gesängen, der manchmal mit Trompete, Cello oder Geige und immer mit viel Gefühl daherkommt. Das klingt oft angenehm retro. Aber das war bereits in den Anfangstagen so, als Murdoch die Band Mitte der 90er gründete - als Teil eines Programms für arbeitslose Musiker.

Es geht auch darum, wie man mit einer Show für Atmosphäre sorgt. Und das gelingt Belle and Sebastian – die aus sieben Musikern bestehende Band benannte sich nach einem französischen Kinderbuch – ganz hervorragend in den gut anderthalb Stunden im Club der Rockhal Esch.

Dazu braucht es keine ganz großen Hits, die haben die Schotten ohnehin nicht im Repertoire. Es ist auch (fast) egal, ob sie frühe Klassiker spielen oder ganz neue Songs. Höhepunkte gibt’s natürlich: Etwa, wenn sich Murdoch für „The Boy with the Arab Strap“ ein gutes Dutzend Tänzerinnen und Tänzer aus dem Publikum auf die Bühne holt und die dann erkennbar jede Menge Spaß haben. Oder ein Song wie „Stay Loose“: Der ist mit über sechs Minuten Länge und zweistimmigen Gitarrenläufen nicht unbedingt typisch für die Band, bildet aber mal einen Gegenpol, bevor es noch zu kuschelig wird. Fast schon discomäßig sein wird’s bei „The Party Line“.

Wenn die Indie-Popper in der Rockhal Esch auf einen Song verzichten, den sie sonst gerne spielen, könnte das ja sogar einen Grund haben, „Get Me Away From Here, I’m Dying“. Muss weg, ich sterbe? Das wird sich im Publikum wohl niemand gedacht haben.

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