Der Hunsrück auf dem Weg zur Bike-Region

Die Radurlauber stehen demnächst verstärkt im Fokus der Touristikfachleute in der Region. SymbolfFoto: Klaus KimmlingFOTO: klaus kimmling (kik), klaus kimmling ("TV-Upload kimmling"

Thalfang/Morbach. Fahrradurlauber sollen künftig verstärkt in die Hunsrücker Nationalpark-Region kommen. Das ist jedenfalls der Wunsch einiger Landräte.

Ein Projekt, an dem 23 Kommunen und zwei Schutzgebiete, der Naturpark Saar-Hunsrück und der Nationalpark Hunsrück-Hochwald, beteiligt sind, braucht seine Zeit. Aber so langsam nimmt die "Bike-Region Hunsrück-Hochwald", die neben Wanderern auch ambitionierte Radfahrer in den Hunsrück locken soll, Fahrt auf.

Bereits vor einem Jahr hatten Vertreter dieser Kommunen der Entwicklung einer Bike-Region von Stromberg bis St. Wendel zugestimmt. Involviert sind auch die Verbandsgemeinde Thalfang und die Einheitsgemeinde Morbach.

Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Naturparks Saar-Hunsrück hat Hugo Kern vom Kernplan-Projektbüro in Illingen (Saarland) die weitere Planung vorgestellt, die aus vier Bausteinen besteht:
Der erste Baustein sieht Nationalpark-Radrouten vor. Eine davon sei schon umgesetzt, eine andere auf der Zielgeraden.
Im zweiten Baustein soll die Mountainbike-Szene eingebunden werden. Pro Region soll rund um den Nationalpark eine Mountainbike-Schleife eingerichtet werden.

Als dritter Baustein soll ein "Alleinstellungsmerkmal" geschaffen werden. Der Bikepark Idarkopf ist als Leuchtturmprojekt vorgesehen. Kern: "Das Interesse in sozialen Medien ist hoch, das Thema geht da schon furchtbar ab". Geplant seien eine große Eventfläche und neun unterschiedliche Wegstrecken, im ersten Jahr würden 30 000 "Verrückte" erwartet. "Das soll der größte Bike-Park in Europa werden."

Pro Jahr sind drei große Events geplant, auch Fahrrad-Hersteller hätten schon großes Interesse bekundet. "Der Bebauungsplan wird jetzt gemacht. Eine erste Bürgeranhörung war positiv. Das Projekt wurde von vielen Bürgern begrüßt," sagt Kern. Schon im nächsten Jahr soll der Park eröffnet werden.

Der vierte Baustein soll, so Kern, eine Art Dachmarke werden. Es soll ein gemeinsames Label geschaffen werden, unter dem alle Angebote in der Region vermarktet werden könnten. Zielgruppe seien Tagesausflügler, aber auch Radtouristen aus einem Einzugsgebiet von bis zu 300 Kilometer.

"Der Bike-Tourismus wird für die gesamte Nationalparkregion eine wichtige Rolle spielen. Dies gilt insbesondere für die Zielgruppe der Aktiven-Naturgenießer", sagt Daniel Thiel, der Touristikexperte der VG Thalfang. Folglich könne dadurch die Attraktivität gesteigert und der Tourismus gefördert werden. Und: "Die VG Thalfang am Erbeskopf begrüßt die Konzepte und beteiligt sich an deren Umsetzung, so unter anderem an der Mountainbike-Schleife sowie weiteren Projekten im Radtourismus.

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