Eishockey
Spektakel in Köln

Nur das Wetter beim Wintergame nervt

Hier wird gespielt: auf einer Eisfläche im Kölner Rhein-Energie-Stadion. FOTO: dpa / Rolf Vennenbernd

Am Samstag tritt die DEG im Kölner Stadion gegen die heimischen Haie an. Vor dem Wintergame der DEL vor 50.000 Zuschauern drückt nur das Wetter die Stimmung.

Niki Mondt hat gerade noch mit Köln telefoniert. Der Sportliche Leiter der Düsseldorfer EG und sein Pendant bei den Kölner Haien, Mark Mahon, stehen in regelmäßigem Kontakt – schließlich treten beide Teams am Samstag (16.30 Uhr) beim „Winter Game“, dem alle zwei Jahre stattfindenden Freiluft-Spektakel der Deutschen Eishockey Liga (DEL), im Kölner Fußballstadion gegeneinander an. „Mark ist völlig entspannt, was das Wetter angeht“, sagt Mondt. „Ein kleines bisschen wundert mich das schon.“ Denn der Wetterbericht für Köln-Müngersdorf verheißt für Samstag wenig Gutes: Keinen Winter, dafür aber leichten Dauerregen.

Haie-Geschäftsführer Philipp Walter ist jedoch vorsichtig positiv. „Stand jetzt ist das Spiel nicht gefährdet“, sagt er. „Um das in Zahlen auszudrücken: Alleine die Eismaschinen tragen pro Spiel rund drei Liter Wasser pro Quadratmeter auf die Eisfläche auf. Regnen soll es laut Prognose während des Spiels maximal einen Liter pro Quadratmeter – das sollte das Eis also verkraften können. Es wird vielleicht durch den Regen und den Wind etwas ungemütlicher, aber das gehört bei einem Freiluft-Spiel halt dazu.“

Und so soll das vierte Stadion-Spiel der DEL-Geschichte wie geplant über die Bühne gehen: 85.000 Meter Rohre wurden seit dem 27. Dezember auf dem Rasen des 1. FC Köln verlegt, damit 180.000 Liter Wasser zu einer Eisfläche werden. Transparente Banden sollen dafür sorgen, dass alle Zuschauer eine gute Sicht auf das Geschehen haben. „Weil das Stadion sehr steil ist, dürfte die Sicht für alle Zuschauer hervorragend sein“, betont Walter. Der ist am stolzesten darauf, dass „nach über einem Jahr der Planung jetzt auch im Stadion wirklich greifbar wird, was wir da machen. Je mehr der Umbau voranschreitet, um so größer ist die Vorfreude.“

top