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Wolsfelder Bergrennen - Auf zum Familienfest mit Pferdestärken

Ein Dorf wird zum Fahrerlager: An Pfingsten bestimmt das Bergrennen das Bild in der Südeifel-Gemeinde Wolsfeld (Kreis Bitburg-Prüm). FOTO: TV / Jürgen C. Braun

WOLSFELD. Bei der 56. Auflage des Wolsfelder Bergrennens an Pfingsten kommt die Klientel dieser individuellen Motorsportart wieder auf ihre Kosten. Auf Deutschlands kürzester Bergrennstrecke röhren am Pfingst-Sonntag und -Montag die Motoren.

Immer an Pfingsten heißt es in der Südeifel seit mehr als einem halben Jahrhundert: „Der Berg ruft“. Doch während im gleichnamigen Kinofilm die Erstbesteigung des Matterhorns im Fokus steht, geht es auf Deutschlands kürzester Bergrennstrecke zwischen dem Eifelort Wolsfeld und dem Ortsteil Wolsfelderberg um Zehntelsekunden, um Punkte, Prämien und Pokale.

Die 56. Auflage des vom Eifelmotorsportclub Bitburg (EMSC) ausgetragenen Spektakels wird wieder alles, was in der Szene in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg Rang und Namen hat, an den Start ziehen. Gesucht wird in diesem Jahr an den beiden Renntagen (Sonntag Training, Montag Wertungsläufe) der Nachfolger von Vorjahressieger Uwe Lang im Osella PA20S Evo. Der Schweinfurter siegte im vergangenen Jahr in den drei Wertungsläufen vor Formel-3-Pilot Frank Debruyne im Dallara F3003. Beide haben auch für die 56. Auflage des „Großen Preises der Südeifel“ in diesem Jahr wieder gemeldet.

Traditionell sind die offenen  Formel-Boliden favorisiert, wenn es um den Gesamtsieg geht. Aber in den vergangenen Jahren haben sich auch gute Tourenwagen-Piloten immer mehr in den Vordergrund geschoben. Nicht nur der Schweizer Bruno Ianniello, der im Lancia Delta S4 immer noch den Streckenrekord für Tourenwagen innehat, gehört zum Kreis derer, die den Formel-Fahrern auf den Pelz rücken. Die Leistungsunterschiede zwischen diesen Kategorien sind längst nicht mehr so eklatant wie das noch vor einigen Jahren der Fall war. Dazu gehört auch Lokalmatador Patrick Orth aus Bergweiler, der im vergangenen Jahr im BMW E30 320is auf Rang acht im Gesamtklassement fuhr und sich mit Renault-Laguna-Fahrer Björn Wiebe und Georg Lang im Tatuus Renault FR 2000 einen tollen Kampf um Sekunden-Bruchteile lieferte.

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