Zweite Frauen-Handball-Bundesliga

Trierer Miezen stellen Insolvenzantrag

Tiefschlag für die Trierer Miezen (im Bild Hannah Sattler (links) und Gabriella Szabo): Der Verein hat einen Insolvenzantrag gestellt. FOTO: TV / Björn Pazen

Trier. Die Spielerinnen des Frauen-Handball-Zweitligisten haben seit drei Monaten kein Geld mehr bekommen. Trier spielt die aktuelle Saison zu Ende, doch der Abstieg ist besiegelt. Einen Neuanfang wird es entweder in der 3. Liga oder der Oberliga geben.

Der DJK/MJC Sportmanagement e.V – Lizenznehmer der Trierer Miezen – hat beim Amtsgericht Trier einen Antrag auf ein vorläufiges Insolvenzverfahren gestellt. Nach einer Prüfung durch das Gericht wurde diesem Antrag am Donnerstag stattgegeben, wie der Verein am Freitag mitteilte. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist in Trier und auch im Sport kein Unbekannter. Es ist Thomas Schmidt, der unter anderem in gleicher Funktion das Insolvenzverfahren des Nürburgrings leitete.

„Seine Ziele sind die Sanierung und der langfristige Fortbestand der Trierer Miezen. Dafür wird er in den nächsten Wochen Gespräche mit allen wesentlichen Beteiligten führen“, heißt es in einer Mitteilung des DJK/MJC Sportmanagement e.V.. Der Verein DJK/MJC Trier (Mergener Hof) ist von dieser Insolvenz nicht betroffen, es handelt sich nur um den wirtschaftlichen Träger und Lizenznehmer des Bundesliga-Spielbetriebs.

In der Mitteilung, unterzeichnet von den Miezen-Vorständen Jürgen Brech und Christoph Steil, heißt es weiter: „Wir müssen in der aktuellen Situation verantwortlich handeln und mit diesem Schritt die Zukunftsfähigkeit der Trierer Miezen wiederherstellen. Sponsorenausfälle, Kürzungen durch langjährige Unterstützer sowie massive Einbußen bei den Zuschauereinnahmen lassen uns leider keinen Spielraum. Vorstand und Aufsichtsrat haben bis zum heutigen Tag alles erdenklich Mögliche versucht, um diese Entwicklung abzuwenden. Wir haben unseren Etat bereits vor dieser Saison drastisch gekürzt und auch während dieser Spielzeit weitere Einsparungen vorgenommen. Es trifft uns sehr, dass alle Maßnahmen und Bemühungen nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben.“

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