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Von Länderspielen und Rekorden

Beim Länderspiel in Dresden gegen Brasilien wurde Thomas Klein (links) von der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft  verabschiedet.                                                                FOTO: Robert Michael

 Thomm. Thomas Klein war den Volleyball-Nationalmannschaften zehn Jahre eng verbunden.

Vom vorderen Hochwald aus auf die internationale Volleyball-Bühne: Zehn Jahre lang war das für Thomas Klein Programm. 255 Länderspiele der deutschen Herren- und Damenmannschaften hat er bis vor wenigen Wochen betreut – als Courtmanager. Der heute 50-Jährige war so mitverantwortlich, dass die Partien reibungslos über die Bühne gehen konnten. Der Netzaufbau, das Anbringen des Bodens, die Einweisung der Ballkinder: Um all’ das kümmerte sich Klein mit jeder Menge Akribie. „Volleyball ist sein Leben, ein Leben auf 162 m²“, fasst das E-Magazin die Volleypassion Kleins Leidenschaft für diesen Sport zusammen. Die Volleyball-Begeisterung des Trierer Postbeamten, der stets seinen Jahresurlaub opferte, um in irgendeiner deutschen Halle für die Organisation der Länderspiele zu sorgen, hat ihren Ursprung in Ehrang: „Mit meinem Bruder Bernhard habe ich dort in der ersten Mannschaft gespielt, musste dann aber aus Verletzungsgründen aufhören. Ich hatte Probleme mit den Füßen und den Knien.“

Nach Thomm umgezogen, startete Klein aber noch mal durch. Im Jahre 2000 gründete er bei der damaligen SG Osburg/Thomm eine Volleyballabteilung, die phasenweise ein halbes Dutzend Teams am Start hatte. Er war es auch, der einst in der Mertesdorfer Sporthalle ein 24-Stunden-Turnier für 14 Mannschaften initiiert hatte. Und auch die  89 Stunden Dauervolleyball in der Osburger Hochwaldhalle riefen die Redaktion des weltberühmten Guinness-Buchs der Rekorde auf den Plan.  Über sein Engagement im Volleyball-Verband Rheinland wirkte Klein 2007 bei den Europa-League-Spielen der deutschen Mannschaft gegen Belgien in der Arena Trier mit. Der Kontakt zum Deutschen Volleyball-Verband war hergestellt.  Unvergessen sind für Klein die Europameisterschaft 2013, als sich die deutschen Frauen bis ins Finale vorgekämpft hatten und hier erst den Russinnen unterlagen. Und insgesamt drei Olympia-Qualifikationsturniere gestaltete er ebenfalls mit.

Packende, technisch anspruchsvolle Ballwechsel, die Begeisterung auf den Rängen, aber besonders der Teamgeist faszinieren Klein am Volleyball, den man außerdem „bis ins hohe Alter spielen kann und bei dem auch Frauen und Männer in Mixedteams mit- oder gegeneinander antreten können“. Die vergangenen zehn Jahre seien sehr zeitaufwendig und kraftraubend gewesen, lässt er durchblicken. Deshalb brauche er jetzt erst mal eine Auszeit. Was danach kommt? „Keine Ahnung. Dafür brauche ich einfach zunächst Abstand vom Ganzen.“

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