Basketball-Auswärtsspiel in Kirchheim

Einer mit Hand und Kopf: Trierer Gladiator Lucien Schmikale

Kann’s auch mit dem Kopf: Lucien Schmikale. FOTO:

Trier. Basketball: Kurioses vor dem Auswärtsspiel der Trierer Gladiators in Kirchheim. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

Sein Vater, so erzählt es Lucien Schmikale herzlich lachend, der habe sich nach dem Spiel direkt bei ihm gemeldet. Jahrelang hat Schmikales Papa als Fußballtrainer gearbeitet. Als er die Aktion seines Sohnes am Sonntag in der Liveübertragung sieht, kann er es nicht fassen. „Er hat mir geschrieben, er sei beeindruckt: Der Fußballer sei wohl immer noch nicht ganz raus aus mir.“ Das war passiert: Es läuft die zweite Halbzeit im zweiten ProA-Spiel zwischen den Gladiators Trier und Ehingen Urspring. Johannes Joos geht hoch, will den Ball in den Korb legen. Es gelingt ihm nicht, der Ball springt wieder heraus. Gewusel in der Zone, viele Arme in der Luft, keiner fängt die Kugel. Dann das: Eine Hand berührt den Ball, schleudert ihn gegen Schmikales Kopf – und ... von dort springt das runde Ding in den Korb. Zwei Punkte für Trier. Die 3000 Zuschauer in der Arena biegen sich vor Lachen.  Es bleiben Schmikales einzige Punkte im Spiel. „So was habe ich noch nie geschafft“, gesteht der BVB-Fan, der bis zu seinem 14. Lebensjahr Fußball gespielt hat. „Wer weiß“, sagt der 21-Jährige amüsiert, „vielleicht würde ich in der Fußball-Bundesliga für den BVB auch noch den einen oder anderen Eckball reinköpfen können“.

Heute Abend allerdings steht Lucien Schmikale erstmal wieder für die Römerstrom Gladiators Trier auf dem Parkett. Nach zwei Siegen zum Auftakt tritt das Team bei den Kirchheim Knights an (19.30 Uhr/www.airtango.live). Ein Gegner, zu dem die Gladiatoren sehr gerne reisen: Fünfmal –  inklusive Playoffs – hat Trier bisher in der ProA in Kirchheim gespielt, und fünfmal haben sie gewonnen. „Diese Serie würden wir natürlich sehr gerne ausbauen“, betont Triers Cheftrainer Christian Held, „aber die Vergangenheit hat keine Aussagekraft für das jetzige Spiel“.

Kirchheim sei ein Team, das sehr physisch agiere, speziell in der Verteidigung, betont der Coach. „Sie haben mit Andreas Kronhardt, Keith Rendleman und Brian Wenzel drei exzellente Rebounder in ihrem Team – im Vergleich zum Ehingen-Spiel müssen wir uns daher in diesem Bereich deutlich steigern“. Speziell das Thema Rebounding hatte den Gladiators beim 75:66-Heimsieg gegen das Team von der Donau viele Probleme bereitet. Immer wieder gab Trier Offensiv-Rebounds an die Gäste ab, ermöglichte Ehingen somit zweite Wurfgelegenheiten.

top