Handball

Miezen wie begossene Pudel

Mit sechs Treffern war Gabriella Szabo beste MJC-Werferin gegen Rosengarten, aber auch sie leistete sich viele Fehler. FOTO: TV / Hans Krämer

TRIER. Trierer Handballerinnen zeigen erschreckend schwache Leistung gegen Rosengarten. Maja Zrnec muss verletzt ins Krankenhaus.

Die Miezen schlichen wie begossene Pudel vom Feld, zumindest gab es noch etwas aufbauenden Applaus von den letzten verbliebenen Fans. Aber im Endeffekt war es ein Schockzustand bei allen Beteiligten – und die Gewissheit: Wenn es so weitergeht wie beim 18:32 (8:16) gegen Rosengarten/Buchholz, wird es nichts mit dem Klassenerhalt. Mit einer solchen Leistung haben die Miezen in der 2. Bundesliga nichts verloren.

Wenn es überhaupt etwas Positives an diesem schwarzen Samstag gab, dann die Tatsache, dass auch alle Abstiegs-Konkurrenten verloren haben, der Abstand nach oben für den Vorletzten gleich blieb. „Dass wir noch nicht abgeschrieben sind, haben wir den anderen zuzuschreiben, die auch nicht punkten, nicht uns“, sagt MJC-Trainerin Elena Vereschako offen und ehrlich. Die verstand auch am Tag nach der mit Abstand schlechtesten Saisonleistung die Welt immer noch nicht: „Ich habe alles versucht, nichts hat gefruchtet“, sagt Vereschako nach der emotionslosen, ideenlosen und erfolglosen Vorstellung. So ziemlich alle Spielerinnen waren fernab von ihrer Normalform, sieht man von einigen Hochphasen bei Torfrau Aleksandra Baranowska und einigen Wutwürfen von Gabriella Szabo ab.

Die Partie hatte mit einem Schock begonnen: Nach einem Zusammenstoß mit einer Gegenspielerin blieb Maja Zrnec nach nur vier Minuten auf dem Boden liegen, musste nach einer Behandlung auf dem Feld sofort ins Krankenhaus. Nach der ersten Diagnose ist am Oberschenkel nichts gebrochen, der Bluterguss ist allerdings sehr heftig. Wie lange die Slowenin ausfällt, steht erst nach weiteren Untersuchungen fest.

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