Handball

Miezen nach 21:25 gegen Zwickau Tabellenletzter

FOTO: TV / Hans Krämer

TRIER. Zu wenig Druck im Angriff, zu viele vergebene Chancen: Triererinnen verlieren das nächste Kellerduell.

Sie waren den Tränen nahe, als sie das Feld verließen. Sie waren ratlos, sie waren enttäuscht, denn sie hatten gerade zwei wichtige Punkte im Anstiegskampf der 2. Frauen-Handball-Bundesliga verschenkt. Dafür hatten die Trierer Miezen am Sonntagnachmittag nach dem 21:25 (8:10) gegen Sachsen Zwickau die Gewissheit: Wenn sich nichts ändert, spielt der einstige deutsche Meister in der kommenden Saison nur noch drittklassig.

„Zwickau war keine Übermannschaft“, sagte MJC-Vorstandsmitglied Christoph Steil. „Aus unserem Rückraum kommt zu wenig Druck“, ergänzte Vorstandskollege Jürgen Brech. Ebenso korrekt. „Mit so vielen vergebenen Chancen kannst du nicht gewinnen“, sagt Trainerin Elena Vereschako. Der Druck auf ihre Mannschaft war am Samstag noch größer geworden, denn durch den Sieg des bisherigen Schlusslichts Gedern/Nidda gegen Waiblingen waren die Miezen auf den letzten Platz abgerutscht.

Und mit dieser Situation kamen die Spielerinnen nicht klar, die Miezen wirkten kopflos, verkrampft, oder, wie es Linsey Houben treffend meinte: „Uns fehlt eine Spielerin, die uns führt.“ Houben ging am Sonntag voran, erzielte zehn Tore, davon vier Siebenmeter. Aber vom Rest der Mannschaft kam zu wenig. Weder Vesna Tolic oder Gabriella Szabo setzten Akzente, noch die Litauerin Dovile Ilciukaite. Die wirkte eher wie ein Fremdkörper, ihr  Talent, das in der Vorrunde mehrfach aufblitzte, ist verblasst. Zudem fehlte in Maja Zrnec eine Spielerin wegen einer Oberschenkelprellung, die an guten Tagen Struktur ins Spiel bringen kann.

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