Ideenlos, punktlos und ratlos: Trierer Handballerinnen verlieren gegen TSV Haunstetten mit 21:25

Trier. Trierer Miezen verpassen den Sprung auf Platz 2 und verlieren zuhause gegen Tabellenletzten - DJK/MJC Trier - TSV Haunstetten 21:25 (11:14)

Nicht einmal Malu Dreyer konnte den Trierer Miezen bei der Bewältigung ihrer Heimschwäche helfen. Obwohl die Ministerpräsidentin in der ersten Reihe die Daumen drückte und zudem in der Halbzeitpause die Wirtschaft aufforderte, die Miezen finanziell zu unterstützen, konnte die Mannschaft daraus keinen Profit schlagen. Am Ende stand eine erneut erschreckend schwache Leistung und eine 21:25 (11:14)-Niederlage gegen den bisherigen Tabellenletzten TSV Haunstetten.

Nach dem 25:27 gegen Lintfort und zuletzt dem 21:25 gegen Bremen war es die dritte Heimniederlage gegen einen Abstiegskandidaten für die Miezen, die somit den Sprung auf den zweiten Platz verpassten. "Ich weiß auch nicht, was zuhause los ist", sagte Trainerin Cristina Cabeza, deren Team auswärts viel mehr Punkte einsammelte als in der Arena: "In der Mannschaft ist aber auch etwas Unruhe, seit feststeht, dass der Verein meinen Vertrag nicht verlängert. Die Spielerinnen wissen ja auch nicht, was die Zukunft bringt." So definitiv nicht den Wiederaufstieg in die 1. Liga. <EA>Die Miezen kamen in der ersten Hälfte überhaupt nicht ins Spiel. Gegen die aggressive Abwehr des TSV fehlten Spielfluss und Ideen, die meisten Trierer Treffer resultierten aus Einzelaktionen. Nach 13 Spielminuten standen gerade einmal zwei MJC-Treffer auf der Anzeigetafel, darunter war sogar noch ein Siebenmeter.
Haunstetten hatte da die anfangs ziemlich löchrige MJC-Abwehr schon fünfmal bezwungen. Erst nach dem 4:8 (16.) kamen die Miezen besser ins Spiel. Lucia Weibelova fand nun die Lücken in der Abwehr, ihre Schwester Andrea Czanik setzte Akzente als eine von nun zwei Kreisläuferinnen. Beim 9:10 (24.) sah es so aus, als ob Trier die Partie noch vor der Pause kippen könnte - doch dann leistete man sich wieder zu viele Fehler, Haunstetten zog auf 14:10 davon, zur Pause stand ein 11:14 - und dies, obwohl überraschend Maja Zrnec nur zwei Wochen nach Nasenbeinbruch und Gehirnerschütterung wieder auflaufen konnte.

Und es wurde noch schlechter bei der MJC: Bis zur 48. Minute setzte sich Haunstetten auf 20:15 ab, die Messe schien gelesen - aber dann: Angetrieben durch die 615 Zuschauer zeigten die Miezen für ein paar Minuten ihre Krallen, kamen auf 19:20 heran, schafften es aber trotz bester Chancen nicht mehr, die Partie zu kippen. Beim 21:24 war die nächste vermeidbare Heimniederlage nicht mehr abzuwenden. Und damit hatte die MJC erneut eine große Chance verpasst, denn Tabellenführer Behnsheim hatte tags zuvor den bisherigen Zweiten Beyeröhde geschlagen, Rödertal hatte gegen Mainz verloren. Somit ist Buchholz-Rosengarten nun auf dem Aufstiegsplatz - und dort gastiert die MJC kommenden Samstag zum Nachholspiel.

DJK/MJC Trier: Kockler, Eckelt (n.e.) - Petrovska (0), Greinert (n.e.), Houben (2), Czanik (39, Müller (3), Weibelova (5), Zrnec (1), Simon-Varga (7/3), Welter (0) - Beste Werferin Haunstetten: Irmler (10)

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