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Handball: Trierer Miezen gewinnen Heimspiel mit 37:35

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Trier. Die Heimpremiere von Interimstrainer Ralf Martin ist gelungen: In einer packenden Partie besiegten die Trierer Miezen den FSG Waiblingen-Korb verdient mit 37:35 (17:16). Nach fünf Niederlagen in Serie sorgten die überragenden Joline Müller (elf Treffer), Andrea Czanik (8) und Lindsey Houben (5) sowie die starke Torhüterin Yuko Minami für den lange ersehnten Erfolg.

Miezen-Coach Martin war nach der Partie überglücklich: „Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Alle Spielerinnen ziehen mit, wir haben endlich einmal unser Spiel 60 Minuten durchgehalten. Die Mädels haben sich belohnt, nun können wir ein bisschen beruhigter zum nächsten Spiel in Berlin fahren.“

Eine der Matchwinnerinnen war Miezen-Torfrau Yuko Minami, die 13 Glanzparaden zeigte und in der vorentscheidenden Phase Mitte der zweiten Halbzeit sogar einen Siebenmeter parierte. „Sie war heute unser entscheidender Rückhalt“, lobte sie MJC-Coach Martin. Die zweite große Matchwinnerin war Joline Müller, die sieben ihrer insgesamt elf Tore in der ersten Halbzeit erzielte, als die Miezen sehr konzentriert, hellwach und äußerst kampfstark begannen. „Wir haben versucht, mit Tempo gegen die schnellen Spielerinnen dagegenzuhalten und haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt“, lobte Müller nach dem Spiel den Auftritt ihres Teams.

Ralf Martin hatte sein Team auf die schnellen und quirligen Gäste gut eingestellt, die Miezen agierten mit einer 5:1-Deckung und mit einem straken „Staubsauger“ Aaricia Smits sehr aufmerksam und blockten viele Wurfversuche erfolgreich ab. Zudem war das Angriffsspiel variabel gestaltet, denn fast alle Miezen trugen sich in die Torschützenliste ein. Die Gäste, bei denen Monika Odrowska und Linksaußen Hanna Hojczyk herausragten, ließen lange Zeit nicht locker. In der ersten Halbzeit kämpften sie sich nach einem Fünf-Tore-Rückstand (7:12/16. Minute) wieder heran, so dass die Miezen trotz einer engagierten und starken Leistung nur mit einem hauchdünnen 17:16-Vorsprung in die Halbzeitpause gingen.

Nach dem Seitenwechsel wogte die Partie hin und her, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Waiblingen führte in der 45. Minute mit 27:25, doch die Miezen, angefeuert von den knapp 700 begeisterten Zuschauern, schlugen zurück: Immer wieder Czanik und Müller waren von der Gäste-Defensive nicht zu stoppen. Fünf Minuten vor dem Ende traf Müller zum 33:30, doch dann kassierte Houben eine Zeitstrafe. In Unterzahl trafen jedoch Petrovska und Szabo zum 35:31, doch Waiblingen verkürzte eine Minute vor dem Ende noch einmal auf 35:36. Als dann Houben 37 Sekunden vor dem Ende zum 37:35 traf, war das Spiel endgültig entschieden. Miezen-Vorstand Jürgen Brech atmete nach dem Schlusspfiff erleichtert auf: „Das war eines unserer besten Spiele der vergangenen Jahre. Dank an die Mannschaft – sie hat gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt.“

DJK/MJC Trier: Minami, Kraemer (n.e.) – Sattler (0), Zrnec (1), Tolic (3), Szabo (3), Petrovska (1), Czanik (8), Smits (3), Müller (11/davon ein Siebenmeter), Houben (5), Welter (n.e.), Constantinescu (2)

Beste Werferinnen Waiblingen-Korb: Odrowska (10/4), Gruber (6), Dirmeier (5), Hojczyk (5)

Zuschauer: 673

Schiedsrichter: Thomas Kern/Thorsten Kuschel

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