Egal, wie die Fortuna in den kommenden Tagen versuchen wird, dieses PR-Desaster zu beschönigen, es wird immer ein bitterer Beigeschmack von diesen Stunden in Marbella bleiben. Und Funkel wird so oder so - auch wenn er das selbst vielleicht gar nicht so möchte – als Sieger eines internen Machtkampfes hervorgehen. Denn das Volk hatte direkt nach der denkwürdigen Medienrunde in Marbella über alle zur Verfügung stehenden Kanäle abgestimmt: Funkel soll bleiben. Und nun folgen die Vereinsoberen der Direktive ihrer Fans. Mit ein bisschen mehr Voraussicht und unter Berücksichtigung der eigens verordneten DNA als eingetragener Verein und der Stimmung in und um die Mannschaft hätte dieses Drama also ganz einfach vermieden werden können.

Die Empörung der Fans muss dabei aber natürlich auch Grenzen haben. Dass sowohl Schäfer als auch der neue Sportvorstand Lutz Pfannenstiel sowie seine Frau und Kinder in den Sozialen Medien beschimpft und bedroht werden, geht nicht und muss sofort aufhören. Denn in diesem Fall gilt für die Fans, den Maßgaben ihres so verehrten Trainers zu folgen: Funkel lässt sich niemals den Mund verbieten, lebt aber auch Demut und Respekt vor. Daran sollten sich die Anhänger bei aller Wut im Bauch orientieren.

(erer)
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