Fortuna-Theater um Trainer Funkel

Fortuna hätte dieses Desaster vermeiden können

Vorstandsboss Robert Schäfer, im Hintergrund Friedhelm Funkel. FOTO: Christof Wolff

Meinung Erst die Trennung zum Saisonende, nun soll Friedhelm Funkel doch verlängern. Durch das Theater um den Vertrag ihres Trainers hat Fortuna ihr positives Bild in der Öffentlichkeit schwer beschädigt. Der Verein versucht sich in Schadensbegrenzung. Ob der Kitt aber hält, ist fraglich.

Ein großes Beben hat Fortuna Düsseldorf erschüttert. Der 11. Januar 2019 wird als schwarzer Tag in die Vereinshistorie eingehen. Der Klub präsentierte sich diffus und uneins. Das Bild, das Fortuna von sich vermittelte, stand völlig konträr zu der Außendarstellung des Vereins, dem in den vergangenen Monaten so viele Sympathien zugeflogen sind. Nun versuchen alle Beteiligten die Scherben aufzukehren und sie wieder zusammenzufügen. Ob der Kitt am Ende dauerhaft hält, ist derzeit jedoch noch mehr als fraglich.

Als bisher großer Verlierer der Eskalation von Marbella gilt Vorstandsboss Robert Schäfer, der sowohl von Trainer Friedhelm Funkel scharf attackiert wurde und schließlich in der Nacht von Aufsichtsratsboss Reinhold Ernst öffentlich zur Räson gerufen wurde. Diese Rolle rückwärts ist nun die letzte Hoffnung, die öffentliche Empörung einzufangen und vor dem Rückrundenstart mit einer Vertragsverlängerung für zumindest etwas mehr Ruhe zu sorgen.

Funkel erklärte vor dem Abflug aus dem Trainingslager, dass er „nicht nachtragend“ und absolut bereit sei, diese schwarzen Stunden hinter sich zu lassen. Die Frage ist, ob Schäfer das auch so sieht. Und ob es gelingt, das ohnehin vorbelastete Verhältnis auf Dauer so zu verbessern, dass es auch wirklich krisenfest ist.

(erer)
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