Fünfte Gelbe Karte für Fortunen

Ayhan und Stöger fehlen in Leverkusen

Kaan Ayhan (vorne) und Kevin Stöger – hier im Spiel gegen den SC Freiburg im Dezember. FOTO: Falk Janning

Beim 3:0 gegen den VfB Stuttgart sehen zwei Fortunen ihre fünfte Gelbe Karte. Die Sperre kommt aber zu einem günstigen Zeitpunkt.

Im Vorstand von Fortuna Düsseldorf sitzt Erich Rutemöller. Der Ehrenamtler hat viele Erfolge in seiner Karriere vorzuweisen. Doch der 74-Jährige wird auch immer mit dem Satz „Mach et, Otze“ in Verbindung gebracht werden. Es war 1991, als Rutemöller als Trainer mit dem 1. FC Köln ins DFB-Pokalfinale einzog. Frank Ordenewitz hatte sich im Halbfinalspiel die Gelbe Karte eingehandelt, wäre somit im Finale in Berlin gesperrt gewesen.

Mit der Hoffnung, seine Sperre in der Bundesliga absitzen zu können – was damals möglich war –, provozierte Ordenewitz in Absprache mit Rutemöller einen Platzverweis. Rutemöller verplapperte sich wenige Minuten nach Abpfiff vor laufenden Fernsehkameras. „Otze kam zu mir und ich finde, man sollte ihm die Chance nicht nehmen. Und da hab' ich gesagt: ‚Mach et!‘“. Daraus wurde später das geflügelte Wort „Mach et, Otze!“ Doch es kam, wie es kommen musste. Der DFB sperrte Frank Ordenewitz für das Pokalfinale und belegte Rutemöller mit einer Geldstrafe von 5000 D-Mark. Außerdem wurde das DFB-Reglement in der Folgesaison geändert.

Nun ging es beim 3:0 der Fortuna gegen Stuttgart nicht ums DFB-Pokalfinale und eine Absprache in dieser Hinsicht gab es – nach Angaben aller Beteiligten – auch nicht, doch die jeweils fünfte Gelbe Karte für Kaan Ayhan und Kevin Stöger in den letzten Spielminuten kommt nicht ganz ungelegen, wenn man sich den Spielplan etwas genauer anschaut.

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