Gladiators fügen Chemnitz nächste Klatsche zu - 74:57 (39:27) in Spiel Nummer vier (UPDATE)

Gladiator Thomas Grün im Duell mit zwei Chemnitzern.FOTO: RÖMERSTROM Gladiators Trier

Trier. Die Römerstrom Gladiators Trier haben Chemnitz am Samstagabend in Playoff-Viertelfinale Nummer vier mit 74:57 (39:27) besiegt. Nach dem 64:48-Heimsieg in Spiel zwei feiern die Trierer damit den nächsten deutlichen Erfolg gegen die Sachsen. Die Entscheidung in der Viertelfinalserie fällt nun in Spiel fünf am Montag in Chemnitz. Nach dem Spiel gibt's eine überraschende Aussage von Chemnitz-Trainer Pastore.



Was wird das für ein Ostermontag für die Römerstrom Gladiators Trier? Ostereier suchen ist da nicht - für die Jungs Coach Marco van den Berg steht das wichtigste Spiel der Saison an: Playoff-Viertelfinal-Duell Nummer fünf bei den Niners Chemnitz. Alles oder Nichts heißt es dann ab 17 Uhr (das Spiel wird live im Internet unter www.roemerstrom-gladiators.de zu sehen sein). Denn nach dem 74:57 (39:27)-Heimsieg der Gladiatoren gegen die Sachsen am Samstagabend in Spiel vier muss die Entscheidung nun in Spiel fünf fallen.

Vor 3098 Zuschauern in der Arena Trier gibt's nach der Partie keine Zweifel: Das Team von Trainer van den Berg ist der absolut verdiente Sieger. Die Grünen sind von Beginn an das spielbestimmende Team und führen die Gäste aus Sachsen in der zweiten Halbzeit phasenweise vor. Nach dem Spiel bemerkt ein sichtlich niedergeschlagener Gäste-Trainer Rodrigo Pastore: "Wenn Trier so spielt, haben wir keine Chance. Wir brauchen am Montag ein Wunder, um sie zu schlagen."

Trier, das ohne den an der Hand verletzten Johannes Joos antritt, kommt mit viel Schwung ins Spiel, spielt Chemnitz in den Anfangsminuten regelrecht schwindelig. Allen voran Jack Eggleston ist nicht zu stoppen, gewinnt in der Defensive Bälle und punktet vorne. Schon nach zweieinhalb Minuten sieht Gäste-Coach Pastore keine andere Möglichkeit, als die Auszeit zu nehmen. 9:0 liegen die Gladiatoren da bereits in Front.

Zwar kommen die Sachsen danach ein wenig besser ins Spiel, Trier bleibt jedoch das deutlich dominantere Team, zeigt sehr guten Teambasketball. Neben dem starken Eggleston zeigt auch Kevin Smit eine gute Leistung. Die Gladiatoren kämpfen in der Defense und treffen in der Offense deutlich besser als in Spiel drei am Mittwoch (64 Prozent Trefferquote aus dem Feld im ersten Viertel). Mit einem Zehn-Punkte-Vorsprung geht's ins zweite Viertel (21:11).

Zu Beginn der zweiten zehn Minuten schafft es Chemnitz durch Punkte des wieder einmal starken Joe Lawson, den Vorsprung zu verringern (24:17 aus Trierer Sicht). Doch die Gastgeber sind wenig beeindruckt. Zwar gelingt längst nicht mehr alles, in der Offensive fällt nun deutlich weniger, doch dem Team ist der Wille anzumerken, Spiel fünf am Montag in Chemnitz mit einem Heimsieg zu erzwingen.

Jack Eggleston geht für sein Team voran. Der US-Amerikaner, dem am Mittwoch in Chemnitz nur wenig gelang, verteidigt aggressiv und sorgt in der Offensive immer wieder für Highlights. 14 Punkte und zwei Assists stehen bei ihm bis zur Pause auf dem Statistikzettel. Bis zur Pause wird auch Brandon Spearman immer wichtiger. Trotz Zahnschmerzen steigert sich der 25-Jährige zunehmend. Chemnitz findet nie wirklich ins Spiel. Einzig Joe Lawson sorgt dafür, dass das Team von Trainer Rodrigo Pastore den Vorsprung noch in Grenzen hält.

Auffällig auf Trierer Seite: Simon Schmitz ist bis zur Pause noch kein Faktor im Spiel, der Kapitän wirkt gehemmt, steuert zur verdienten Trierer Pausenführung lediglich zwei Punkte bei (39:27).

Das ändert sich im dritten Viertel: Da läuft Schmitz heiß, sorgt in der Defense für zwei Ballgewinne und streut vorne schnell fünf Punkte ein. Trier baut die Führung aus (44:29), als Chemnitz' Trainer die nächste Auszeit nimmt. Und was bringt das? Nichts. Trier ist nicht zu stoppen, spielt einfach weiter. Angeführt von Eggleston, der eine bärenstarke Defensivleistung zeigt, Chemnitz' Michael Fleischmann ein ums andere Mal richtig alt aussehen lässt, zieht das Team von Trainer Marco van den Berg weiter davon (49:31).

Trier führt die Gäste phasenweise vor. Von Chemnitz kommt so gut wie nichts, die Sachsen spielen erschreckend schwach. Nach einem krachenden Dunking von Brandon Spearman gegen Ende des dritten Viertels ist das Spiel entschieden (60:33). Chemnitz-Coach Pastore resigniert schon im dritten Viertel, lässt seine Top-Scorer Joe Lawson und Virgil Matthews in der zweiten Hälfte komplett auf der Bank, um beide für Spiel fünf am Montag zu schonen.

Nach dem letzten Viertel, in dem Trier die Partie locker über die Zeit bringt, gibt's zunächst ein Extra-Lob von Triers Trainer für einen Spieler: "Jack Eggleston hat heute ganz stark gespielt, ist mit extrem hoher Intensität zu Werke gegangen und hat das Team mitgerissen - diese Intensität habe ich nicht bei allen unserer Spieler gesehen."

Der Fakt, dass Trier Chemnitz nun in beiden Heimspielen sehr deutlich geschlagen hat, habe derweil keine Auswirkungen auf Spiel fünf am Montag, glaubt der Niederländer. "Chemnitz wird ready sein für das Spiel, das heutige Duell wird dann kein Faktor mehr sein."

Gute Nachrichten gibt's nach dem Heimspiel vom verletzten Johannes Joos. Seine Handverletzung sei nicht schwerwiegend, betont Triers Coach, "ich gehe davon aus, dass er am Montag fit ist".

Die Gladiators reisen am Sonntagmittag zum dritten Mal innerhalb von neun Tagen nach Chemnitz.

Die Partie ist dann ab 16.45 Uhr live im Internet unter www.roemerstrom-gladiators.de zu sehen.

Statistik:
Eggleston 18 Punkte/2 Assists, Schmitz 13/2, Spearman 14/2, Grün 0/1, Dietz 6/2, Smit 12/3, Bucknor 4/5, Herrera 5/2, van Zegeren 2/1, Hennen 0/0, Maisel 0/0

Gladiator Thomas Grün im Duell mit zwei Chemnitzern.FOTO: Willy Speicher
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