Der Zweckverband hat sich nun darauf verständigt, dass in einer Machbarkeitsstudie drei Varianten für die Eifelstrecke geprüft werden sollen: die vollständige oder die teilweise Elektrifizierung von Köln bis Kall oder bis Gerolstein.

Laut Geyer gibt es im Gebiet des SPNV Nord von 750 Kilometern Schienen, die von Nahverkehrszügen befahren werden, 294 Kilometer ohne Strom. Neben der Eifelstrecke ist das unter anderem die Moselweinbahn von Bullay nach Traben-Trarbach. Es sei naiv zu glauben, dass das gesamte Schienennetz im Zuständigkeitsgebiet elektrifiziert werden könne, sagt der Verbandsdirektor. Stattdessen müsse auch darüber nachgedacht werden, auf Dieselstrecken Züge mit alternativen Antrieben einzusetzen. Etwa Hybrid-Züge, also Diesel-Züge, die zusätzlich über einen über Batterie gespeisten Elektromotor verfügen. Oder von Brennstoffzellen angetriebene Züge. Allerdings, so Geyer, sei keine der alternativen Techniken bislang tatsächlich alltagstauglich.

Die neue Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, dass bundesweit der Anteil der elektrifizierten Bahnstrecken von derzeit 60 auf 70 Prozent erhöht werden soll. Hintergrund dabei ist auch die Diskussion um Diesel-Abgase. Die auf der Eifelstrecke und auf der Moselweinbahn eingesetzten Züge haben laut SPNV Nord schlechte Abgas-Werte, vergleichbar mit älteren Dieselautos mit der Abgas-Norm Euro 2.

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