Abfallentsorgung im Landkreis Bernkastel-Wittlich

„Müllgebührenerhöhung ist Wucher“

**** eli@s-Archivfoto **** ART; Muellabfuhr, Muellentsorgung, Muellgebuehren, Restmuell, TV-Foto: Friedemann VetterFOTO: vetter friedemann

Wittlich/Eckfeld. 28 Prozent auf einen Schlag: Die Beitragssteigerung zur Abfallentsorgung im Landkreis Bernkastel-Wittlich stinkt einigen Bürgern. Der TV hat den Zweckverband A.R.T um Auskunft gebeten.

Wie Georg Schermann aus Eckfeld haben im Landkreis Bernkastel-Wittlich in den vergangenen Wochen wohl viele Bürger vor Wut geschnaubt, als ihnen der Gebührenbescheid des Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) ins Haus geflattert ist. Denn zum Jahreswechsel sind die Müllgebühren im Landkreis um knapp ein Drittel gestiegen. Der Kreistag hatte der Gebührenerhöhung im Dezember zugestimmt (der TV berichtete). Schermann, der alle zwei Wochen seine 80-Liter-Tonne zur Leerung an die Straße stellt, hat von dieser Erhöhung allerdings erst erfahren, als er vor wenigen Tagen seinen Gebührenbescheid erhalten hat.

Daraufhin hat er  in der TV-Lokalredaktion angerufen, um seinem Unmut darüber Luft zu verschaffen: „Ich habe früher 86,40 Euro gezahlt und muss jetzt 110,40 berappen. Das sind 28 Prozent mehr“, sagt der Rentner aus Eckfeld. „Ich halte das für Wucher, weil die Erhöhung im Verhältnis zu kräftig ausgefallen ist.“

Eine leichte Anpassung der Gebühren wäre für ihn ja in Ordnung gegangen, sagt Schermann, „aber eine Steigerung von gleich 28 Prozent ist unverschämt.“ Er fragt, ob sich wegen dieser Erhöhung nicht schon mehr Bürger bei der TV-Redaktion gemeldet hätten, um ihrem Unmut darüber Luft zu verschaffen – was nicht der Fall ist. Doch wie sieht es beim Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.), der für die Müllentsorgung zuständig ist und die Gebührenbescheide verschickt hat, aus? Hat es Beschwerden gehagelt? Pressesprecherin Kirsten Kielholtz antwortet: „Seit der Zustellung der Gebührenbescheide gibt es selbstverständlich Rückfragen, die unter anderem auch die Gebührenerhöhung betreffen. Die Anzahl der Rückfragen ist aus unserer Sicht nicht übermäßig hoch“, sagt Kielholtz, die allerdings in der Kürze der Zeit keine konkreten Zahlen zum Beschwerdeaufkommen vorlegen kann.

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