Verbraucher

Pilotenstreik: Lufthansa muss Entschädigung zahlen

Frust am Flughafen: Wenn der Flug wegen Streiks ausfällt, ist der Frust bei vielen Betroffenen groß.FOTO: dpa / Francisco Seco

Luxemburg. Europäisches Verbraucherzentrum Luxemburg macht auf aktuelles Urteil aus dem Großherzogtum aufmerksam. Folgen für Ryanair-Streik?

Und schon wieder stehen Streiks bei Fluggesellschaften an: Für viele Verbraucher stellt sich bei Ausfällen oder Verspätungen die Frage nach Entschädigungen. Die Einschätzung dazu ist zwiespältig: Beim Ryanair-Streik können Reisende zunächst nicht mit einer Entschädigung für Ausfälle oder Verspätungen ihrer Flüge von mehr als drei Stunden rechnen. Laut Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs handele es sich hierbei um einen Fall von höherer Gewalt. Das gilt unter der Bedingung, dass die Fluggesellschaft alles in ihrer Macht Stehende unternimmt, um die Folgen des Streiks zu minimieren. Ryanair hat Entschädigungen bereits abgelehnt, weil die Streiks nicht in der Macht der Airline lägen. Allerdings habe sich die Rechtsprechung weiterentwickelt, erklärt der Reiserechtsexperte Paul Degott aus Hannover der Deutschen Presseagentur. Darauf bezieht sich auch das Europäische Verbraucherzentrum in Luxemburg (CEC) und macht Fluggästen Mut.

Der Grund dafür: In Luxemburg hat ein Gericht Klägern recht gegeben und bezieht sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichthofs. Die Kläger aus Luxemburg haben bei ihrem Verfahren ein kostenloses Klageformular des CEC aus dem Internet genutzt.

Personalstreiks bei Fluggesellschaften, zuletzt Ryanair, scheinen an der Tagesordnung. Vieles dreht sich dabei um die Frage, ob die Passagiere von den Fluggesellschaften für die Flugverspätungen und -annulierungen zu entschädigen sind. Zwei Kläger aus Luxemburg wollten es wissen und zogen mit ihrem Fall vor Gericht.

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