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Weiter Ärger auf der Eifelstrecke: Jeder fünfte Zug ist unpünktlich

FOTO: dpa / Daniel Bockwoldt

Trier . Wegen technischer Probleme fallen fast täglich Züge zwischen Trier und Köln aus. Auch entlang der Mosel und der Saar gibt es häufig Verspätungen. Der Grund  sind Baustellen.

Die Bahn kämpft nicht nur im Fernverkehr mit Verspätungen und Zugausfällen. Auch auf den Strecken in der Region gibt es zum Teil massive Probleme. Größtes Sorgenkind bleibt weiterhin die Eifelstrecke zwischen Trier und Köln. Dort beschweren sich die Kunden seit Jahren über überfüllte Züge und Verspätungen. Die Situation hat sich seitdem nicht verbessert. Im Gegenteil: Sie scheint sich im Laufe des Jahres noch weiter verschärft zu haben. Nach Auskunft von Thomas Geyer, Geschäftsführer des für den regionalen Bahnverkehr in der Region zuständigen Zweckverbands SPNV Nord, lag die Pünktlichkeit der Züge auf der Eifelstrecke im Oktober und November gerade mal bei 80 Prozent. Das heißt also, jeder fünfte Zug war unpünktlich und hatte eine Verspätung von mindestens fünf Minuten.

Auch bei den Zugausfällen schneide die Eifelstrecke „sehr schlecht“ ab, sagt Geyer. Im Oktober seien 14 Prozent der Züge ausgefallen. Laut Deutscher Bahn sind im vergangenen Jahr fast zwei Prozent der Züge auf der Eifelstrecke ausgefallen, in diesem Jahr waren es bislang bereits fast drei Prozent. Grund dafür seien unter anderem zahlreiche Baustellen gewesen. Zudem sorgte ein Hangrutsch am Tunnel Wilsecker (Eifelkreis Bitburg-Prüm) im Juni für eine wochenlange Sperrung der Strecke.

Aber auch massive Probleme bei den eingesetzten Zügen führen immer wieder zu Ausfällen. Langfristig stünden pro Tag vier bis fünf Fahrzeuge auf der Strecke nicht zur Verfügung, sagte der zuständige Bahnmanager Benjamin Ey kürzlich im Kreistag im nordrhein-westfälischen Euskirchen. Einige der Züge vom Typ Coradia Lint seien durch Unfälle ausgefallen. So habe es im September in einem Triebwagen einen Motorbrand gegeben. Außerdem gebe es erhebliche Mängel an den Fahrzeugen.

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