Medizin

Ein neuer Partner soll die Klinik rentabler machen

Das Kreiskrankenhaus Saarburg hängt finanziell gesehen am Tropf des Landkreises. Der muss mehr Geld als geplant zur Verfügung stellen. FOTO: picture-alliance/ ZB / Hans Wiedl

Saarburg/ Trier. Im Kreiskrankenhaus Saarburg stehen große Veränderungen an. Der bisherige Geschäftsführer verlässt das Haus. Mit der Klinikgruppe Landeskrankenhaus soll die Einrichtung wirtschaftlich stabilisiert werden.

Arist Hartjes will nicht mehr als Geschäftsführer die unternehmerischen Geschicke des Kreiskrankenhauses Saarburg leiten. Deshalb verlässt er nach rund drei Jahren das Haus, um die Geschäftsführung eines Schwerpunktkrankenhauses in einem anderen Bundesland zu übernehmen. Im Gespräch mit dem TV nennt er einerseits persönliche Gründe für diese Entscheidung. Zudem habe er seine Aufgabe als Interimsgeschäftsführer erledigt. Die bestand darin, die Weichen für eine Neuausrichtung des Krankenhauses zu stellen. Da sei viel auf den Weg gebracht worden.

Hartjes ist Mitarbeiter der Unternehmensberatung Andrée Consult, die sich der Landkreis zur Hilfe geholt hatte, nachdem 2015 klar wurde, dass das Saarburger Krankenhaus finanzielle Probleme hat. Landrat Günther Schartz lässt auf Anfrage offen, ob und in welcher Form der bis 2020 laufende Vertrag mit der Unternehmensberatung fortgeführt wird.

Nur ein wenig offener ist Schartz bei der Frage, wer sich ab dem neuen Jahr um die Geschicke des Krankenhauses kümmern soll. Der Aufsichtsratsvorsitzende der kreiseigenen Kreiskrankenhaus St. Franziskus Saarburg GmbH sagt: „Wir führen derzeit intensive und erfolgversprechende Gespräche mit einem großen öffentlich-rechtlichen Krankenhausträger aus Rheinland-Pfalz über eine enge Zusammenarbeit.“ Um wen es sich handelt, will er nicht sagen. Da es im Land vor allem kirchliche Träger gibt, ergibt eine Telefonrecherche, dass die Klinikgruppe Landeskrankenhaus (siehe Info) der Wunschpartner der Trier-Saarburger ist. Dort heißt es, dass die Gespräche „noch ganz am Anfang“ stehen.

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