Infrastruktur

Baugebiet in Fastrau erhitzt die Gemüter

Margaretha Neumann (rechts) mit Tochter Sylvia vor ihrem Anwesen in der Moselstraße in Fell-Fastrau. Die Transparente haben sie angebracht, um gegen ein Baugebiet zu demonstrieren. FOTO: Albert Follmann

Fell-Fastrau. Die Gemeinde Fell will Bauland erschließen, doch mehrere Familien wehren sich. Sie wollen nicht, dass ihre Grundstücke einbezogen werden.

Die Nachfrage nach Bauland steigt, sagt die Gemeinde Fell. Deshalb plant sie, im Ortsteil Fastrau (rund 350 Einwohner) das Baugebiet Oberer Frieden auszuweisen. Etwa 30 Baustellen sollen in einem Hanggebiet entstehen, doch mehrere Anwohner der Moselstraße wehren sich vehement dagegen. Sie wollen ihre Gärten und Grünflächen hinter dem Haus nicht hergeben, obwohl ihr Land durch eine Umwandlung in bebaubare Flächen etwa das Doppelte an Wert gewinnen würde. Das behauptet zumindest die Gemeinde.

„Wir stimmen der willkürlichen Teilung unserer Parzellen nicht zu.” Das haben vier Familien der Gemeinde Fell schriftlich mitgeteilt. „Wir bestehen auf die Ausklammerung unserer Grundstücke aus dem Baulandvorhaben.” Den städtebaulichen Bedarf für das Baugebiet zweifeln sie an. Dadurch werde der Verfall von Häusern im Ortskern nur noch weiter begünstigt.

Der Konflikt zwischen Grundstücksbesitzern und Gemeinde schwelt seit Monaten; Anwälte wurden eingeschaltet, die Schreiben füllen mehrere Aktenordner. Die Betroffenen haben die Bürgerbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Barbara Schleicher-Rothmund, eingeschaltet. Diese hatte in einem Brief an die Gemeinde die Argumente der Anwohner aufgegriffen und um Stellungnahme gebeten.

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