B 418: Baustelle im Sauertal dauert länger, aber lange Umleitungen bleiben aus

Noch müssen Autofahrer von der L 42 kommend auf der B 418 stoppen, wenn sie nach Ralingen wollen. Nach dem Umbau der Einmündung wird sich das ändern. TV-Foto: Harald Jansen/ArchivFOTO: (h_tl )

Ralingen. Gute Nachrichten für Autofahrer im Sauertal. Zwar beginnen bald die Arbeiten an der B 418 bei der Ralinger Mühle. Doch die befürchteten langen Umleitungen wird es nicht geben.

Für eine gute Bildung ist vielen Eltern kein Weg zu weit. Aber mehr als 100 Kilometer Fahrt täglich, um das eigene Kind zum Kindergarten zu fahren? Das wäre dann doch etwas zu viel des Guten. Und auch eine mehr als einstündige Schulfahrt ist einigen Eltern dann doch überhaupt nicht recht gewesen.

Nach einem Bericht im Trierischen Volksfreund über die anstehenden Bauarbeiten an der Einmündung der L 42 in die B 418 bei der Ralinger Mühle (siehe Info) hat es deshalb offensichtlich eine Menge Diskussionsbedarf gegeben. Denn für den Umbau dieses Streckenabschnitts sollte der Bereich wochenlang gesperrt werden. Weil es im engen Sauertal jedoch keine kleinräumige Umfahrung gibt, sollte weiträumig umfahren werden (der TV berichtete). So weiträumig, dass beispielsweise die Fahrt von Wintersdorf nach Ralingen mit dem Auto einen Tagesauflug gleichgekommen wäre.

Von diesem Sperrungsplan ist inzwischen keine Rede mehr. Volker Barth, Ortsvorsteher von Ralingen-Wintersdorf, sagt im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund, dass es mehrere Rückmeldungen an den Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier gegeben habe. Dies habe ein Umdenken bewirkt. "Wenn die Sperrung gekommen wäre, hätten viele Wintersdorfer ein Problem gehabt", sagt Barth.

Beim LBM gibt es die Bestätigung dafür, dass die ursprünglichen Sperrungspläne vom Tisch sind. Für die Behörde erklärt Fachgruppenleiter Winfried Schmitt, wie die Arbeiten vonstattengehen sollen:

Es wird fünf Bauphasen geben. Zuerst wird ein Teil der vorhandenen Stützmauer entlang der Bundesstraße 418 zur Sauer hin zur Hälfte abgebrochen. "In diesem Zeitraum sind alle Fahrbeziehungen unter halbseitiger Verkehrsführung im Knotenbereich möglich", sagt Schmitt. Anschließend wird in Phase zwei ein weiterer Teil der Stützmauer abgebrochen. Zudem werden alle Arbeiten ausgeführt, um die L 42 mit der B 418 neu zu verbinden. Während dieser Zeit wird die B 418 von Wintersdorf kommend gesperrt. Die Strecke zwischen Ralingen und dem Ortsteil Olk Richtung B 51 bleibt befahrbar. Außerdem wird noch eine Bachbrücke auf der Bundesstraße saniert. Der Beginn dieser Arbeiten ist für Mitte Mai geplant.

Nach einer Winterpause geht es im Frühjahr dann weiter. Dann folgen die Bauphasen 3 bis 5. Auch dann wird es jeweils unterschiedliche Verkehrsführungen geben. Es gilt jedoch der Grundsatz, dass keine Komplettsperrung angesagt ist. Das Entgegenkommen des Landesbetriebs hat jedoch seinen Preis. Und das in gleich zweifacher Hinsicht. Dazu sagt Winfried Schmitt: "Die Änderung der gesamten Baukonzeption in unterschiedliche Bauphasen unter Einbeziehung der verschiedenen Verkehrsführungen führt unweigerlich zu einer längeren Bauzeit gegenüber dem ursprünglichen Konzept mit überwiegender Vollsperrung des gesamten Baustellenbereichs."

Und es wird teurer: Das sei eine logische Konsequenz der Aufteilung der Baustelle in unterschiedliche kleinere Abschnitte und den veränderten Bauablauf. Rund 1,1 Millionen Euro waren ursprünglich als Baukosten veranschlagt worden.Extra
Die Gründe des Umbaus

Zwar verläuft die Bundesstrasse 418 entlang der Sauer. Doch die meisten Fahrzeuge auf dieser Strecke sind nur auf dem Abschnitt zwischen Ralingen und der Ralinger Mühle unterwegs, um dort die Landesstraße 42 zu nutzen. Die Einmündung wird deshalb so umgebaut, dass der Verkehr auf dieser Strecke Vorfahrt hat. Später müssen dann beispielsweise Autos die Vorfahrt achten, die von Wintersdorf her kommend Richtung Ralingen und Irrel unterwegs sind.

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