Justiz

Trierer Gericht beschäftigt sich mit Weinabfüllung

Das Verwaltungsgericht Trier befasst sich in mehreren Fällen mit dem Thema Trauben/Wein.FOTO: kimmling, klaus

Trier. Das Trierer Verwaltungsgericht entscheidet, ob die Trauben für eine Gutsabfüllung auch anderswo wachsen dürfen.

Darf eine Weinschorle Zitronensäure enthalten oder mit Saccharose gesüßt werden? Unter anderem mit dieser Frage muss sich demnächst das Trierer Verwaltungsgericht befassen. Innerhalb von zwei Monaten entscheidet die zuständige Zweite Kammer über fünf Weinrechtsfälle; das sind fast so viele wie sonst im ganzen Jahr.

Los geht’s an diesem Donnerstag. Da möchte eine große Wein- und Sektkellerei erreichen, dass ihr „Hugo Orange“ als „aromatisierter weinhaltiger Cocktail“ vertrieben werden darf. Weil in dem Getränk neben 51 Prozent „richtigem“ Wein auch zwölf Prozent Fruchtwein enthalten ist, ist die zuständige Trierer Aufsichtsbehörde ADD dagegen. Begründung: Dies sei nicht mit einer EU-Verordnung vereinbar. Ob vielleicht doch, muss nun das Trierer Verwaltungsgericht entscheiden.

Das gilt auch für die Sache mit der Weinschorle. Die ADD sagt nämlich, dass in Weinschorle nur Wein und kohlesäurehaltiges Wasser gehöre und eben nicht auch noch Zitronensäure oder Zuckerersatz. Das stehe so nicht in den Vorschriften, argumentieren die Kläger.

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