Stadtbild

Endlich wieder hui statt pfui

Wieder tipptopp: der Weinkulturpfad am Trierer Petrisberg, nachdem in privater Initiative die maroden Sitzbänke erneuert oder komplett ausgetauscht worden sind.  FOTO: Roland Morgen

Trier. Wort gehalten: Trier-Freund Albrecht Backes hat die maroden Sitzbänke des Weinkulturpfades am Petrisberg auf Vordermann gebracht – auf eigene Kosten. Und die Olewiger Winzer wollen sie künftig pflegen.

Es war ein jämmerliches Bild, das der Weinkulturpfad am Petrisberg in den vergangenen Monaten abgegeben hatte. Verschmierte oder unleserliche Infotafeln, fehlende Müllbehälter, kaputte Sitzbänke. Eine Bank war gar komplett zertrümmert, wahrscheinlich eine Zerstörungstat aus der Silvesternacht 2017.

Als der TV die Hintergründe des misslichen Zustands recherchieren wollte, gab es Schulterzucken – sowohl im Rathaus als auch bei den Olewiger Winzern, zu denen der 1,6 Kilometer lange Weg führt. Niemand fühlte sich zuständig. Der Weinkulturpfad wurde 1972 ausgewiesen und 2004 anlässlich der Landesgartenschau auf dem Petrisberg noch einmal runderneuert. Doch wer sich dauerhaft darum kümmern soll, wurde offenbar nie geregelt.

Ausgerechnet ein Privatmann ist in die Bresche gesprungen. „Ich bringe die Bänke wieder in Ordnung“, hat Albrecht Backes (64) in der TV-Ausgabe vom 13./14. Juli angekündigt. Und Wort gehalten. Kurz vor dem Trierer Weinfest im Stadtteil Olewig am vergangenen Wochenende rückte Backes, der seit 30 Jahren in Trier wohnt und in seinem alten Heimatort Trittenheim eine Schlosserei und Reparaturwerkstatt betreibt, mit seinen Mitarbeitern an. Sie verpassten acht maroden Bänken frische Holzauflagen, und anstelle der zertrümmerte Sitzgelegenheit bauten sie eine komplett neue.

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