Urban Art trifft Streetfood

Fresko in Trier: Das Festival, das nur so sprüht

Karl Berg, Tom Cartus, Ali Haidar, Roman Schleimer und „Der Belichta“ (von links, hier in der Galerie Netzwerk) freuen sich auf das Urban-Art- und Streetfood-Festival Fresko am Samstag und Sonntag in Trier. Foto: Andreas FeichtnerFOTO: TV / Andreas Feichtner

Trier. Graffiti-Künstler aus halb Europa, Live-Musik und jede Menge feines Essen: Am Samstag und Sonntag will das Urban-Art- und Street-Food-Festival Fresko mit einem ambitionierten Programm Tausende Besucher nach Trier-West locken – bei freiem Eintritt.

Die ersten bunten Vorboten des „Fresko18“ sind schon in der Stadt zu sehen, etwa in Zurlauben und in der Nähe des Rathauses: Gekonnt (und legal!) gesprayt auf Verteilerkästen und Netzstationen der Stadtwerke Trier, die dazu die Trierer Graffiti-Agentur Urban Drips beauftragt hat.

Die Stadt wird am Samstag und Sonntag ab 12 Uhr noch mal um einiges knalliger, vor allem im Westen: Dann steht das bisher größte Urban-Art-Festival in Trier an. Das „Fresko18“ lockt zum einen rund 60 Graffiti-Künstler aus halb Europa, die jede Menge Projektionsfläche für ihre Ideen bekommen werden. Ihnen kann man bei der Arbeit mit der Dose zuschauen, etwa bei der Neugestaltung der Skatehalle. Für die Frontseite werden die Künstler „Love“ und „Mantra“ zuständig sein, die auch durch ihre fotorealistischen Motive bekannt geworden sind – wie zum Beispiel in Trier unter der Konrad-Adenauer-Brücke.

Rund um das Gelände der Europäischen Kunstakademie wird es zudem einen Graffiti-Workshop geben (bereits ausgebucht), ein Rahmenprogramm mit Skateboard- und BMX-Vorführungen, dazu Livemusik vom Saarbrücker Künstlerkollektiv 2 Zimmer Gefüge und vom Berliner Hip-Hop-Duo Ecke Prenz. Nicht zuletzt gibt’s rund zwei Dutzend Stände und Trucks auf dem Streetfood-Markt: von veganer Weltreise über Thai-Küche bis zum Lobster-Burger. Kombiniert man das mit „Eintritt frei“ und goldenem Oktober – am Samstag: sonnig, bis 25 Grad – darf man mit Milljunen Leuten rechnen. Oder, nüchtern, ohne Trierer Superlativ: die Veranstalter kalkulieren mit rund 6000 Besuchern pro Tag. Das Festival ist in dieser Form und Größe neu, sagt Mitveranstalter Tom Cartus vom Jugendzentrum „Auf der Höhe“ am Weidengraben. Vor zwei Jahren hatte es einen kleineren Vorläufer gegeben: „Das war eine Art Probeballon – und wir waren damals vom Erfolg und Zuspruch überwältigt.“ Anfang des Jahres hatte sich Cartus unter anderem mit Ali Haidar (Streetfood-Festival Trier) und Karl Berg von Urban Drips zusammengesetzt. „Trier fehlte so ein Ereignis mit urbaner Kunst und zeitgemäßer Gastronomie“, sagt Cartus. „Wir wollen das im Rahmen eines grenzüberschreitenden, jugendkulturellen Projekts zusammenbringen.“ Da fanden sich schnell weitere Unterstützer: Die Kunstakademie, die Skatehalle Projekt X, aber auch das städtische Kulturamt mit Amtsleiter Roman Schleimer, das auch beim Kontakt zu den Stadtwerken half.

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