TV-Buchserie: Die Trierer Autorin Beatrice Gentry erzählt von ihrem "Schwaf"

Die Triererin Beatrice Gentry lehrt ihre Leser in ihrem Buch „Piep, das Schwaf“ Toleranz. TV-Foto: Karin PützFOTO: (h_st )

Trier. Als Frau eines Dunkelhäutigen und Mutter zweier Kinder hat Beatrice Gentry genug Inspiration zu einem Kinderbuch über Toleranz und Akzeptanz. In "Piep, das Schwaf" wollen Schweine und Schafe ihren Kindern das Spielen mit einem Schwaf, einer Mischung aus beidem, verbieten.

Trier. Die Triererin Beatrice Gentry ist seit zehn Jahren mit Travis verheiratet, einem dunkelhäutigen Mann aus Arizona. "Für mich ist er einfach Travis, egal welche Hautfarbe er hat", sagt Beatrice Gentry und lacht. Der kleine Dean, sieben Monate, sitzt auf Mamas Schoß und klatscht in die Hände, als könne er verstehen, was sie gerade gesagt hat. Er und seine dreijährige Schwester sind die Kinder der Gentrys. "Vor allem meine Tochter Claire war eine Inspiration für das Buch", erklärt Gentry. "Sie ist wie Piep, weil sie ganz unbedarft durchs Leben geht." Die Autorin ist Modedesignerin und hat schon immer gern gezeichnet und gemalt. Ihre in einfachen Versen gereimte Geschichte um Piep, das Schwaf, und seine beiden Freunde hat sie selbst illustriert und im Eigenverlag produziert. Ihr Anliegen ist mehr Toleranz und Akzeptanz gegenüber Andersartigkeit - egal, ob Hautfarbe, Religion, Neigung oder Behinderung. Spielerisch sollen schon die Allerkleinsten lernen, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt.

Das Buch: "Piep, das Schwaf" ist eine Geschichte für Kinder ab zwei Jahren, erschienen in Deutsch und Englisch. Es ist in Reimform geschrieben und liebevoll illustriert, hat 33 Seiten und kostet 8,99 Euro. Vorrätig ist es bei der Mayerschen Buchhandlung in Trier, ansonsten online unter der ISBN 978-1-78222-387-0. Bestellungen sind direkt bei der Autorin möglich, die Bücher können auf Wunsch signiert werden. Demnächst wird es auch als E-Book erhältlich sein, ein Teil des Verkaufserlöses kommt MS-kranken Kindern zugute. Informationen über diese Initiative unter www.lesend-helfen.de

Die Geschichte: Piep ist ein Schwaf - seine Eltern sind ein Schwein und ein Schaf. Am liebsten spielt es mit dem Schäfchen Claire und Dean, dem kleinen Schwein. Aber Papa Schaf möchte nicht, dass sein Kind mit einem dreckigen Schwein spielt, während Papa Schwein den Umgang mit einem langweiligen Schaf nicht duldet. Niedlich gezeichnet und kindgerecht gereimt bringt das Buch Kindern (und Erwachsenen) bei, was man von "den anderen" lernen kann. Am Schluss heißt es: "Schafe und Schweine, die hatten sich lieb, dank eines Schwafs mit dem Namen Piep."

Die Autorin: Beatrice Gentry, gebürtige Triererin, ist 33 Jahre alt. Sie war als Mode- und Textildesignerin unter anderem in Paris und Heidelberg tätig, bis es sie mit ihrem Mann Travis, der als Erzieher arbeitet, wieder nach Trier verschlagen hat. "Piep, das Schwaf" ist während der Elternzeit entstanden. Eine weitere Geschichte um das kleine Schwaf ist in Planung.Extra

Wie sieht die Autorin ihr Buch? Beatrice Gentry hat folgende Sätze für uns vervollständigt: Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ... ... es mir gerade heute besonders wichtig ist, Kindern Akzeptanz und Toleranz gegenüber anderen spielerisch nahezubringen. Das Besondere daran ist ... ... dass es auf viele verschiedene Lebenssituationen zugeschnitten ist, denn fast jeder von uns hatte schon einmal mit Vorurteilen zu kämpfen. Das betrifft Herkunft, körperliche Einschränkungen oder religiöse Orientierung. Auf jeden Fall lesen sollten es ... ... Leute, die Spaß an lustigen Illustrationen und Reimen haben und neugierig auf eine Fortsetzung sind. Es ist ein schönes Geschenk für Menschen, die noch etwas über Toleranz lernen sollten. kap

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