Infrastruktur

Trier: Neue Sporthalle mit schlechter Sicht

Bessere Zeiten: Hunderte Zuschauer verfolgten im Mai 1998 den Tischtennis-Deutschland-Cup in der Sporthalle am Mäuheckerweg. Beim Neubau der Halle soll die Tribüne dagegen auf einer hochgelegenen Galerie untergebracht werden - mit deutlich schlechteren Sichtverhältnissen.FOTO: Fumetti eberhard von

Trier. Fehlkonstruktion: Die Tribüne der künftigen Sporthalle am Mäusheckerweg ist so geplant, dass Besuchern der Blick aufs Spielfeld versperrt ist. Baudezernent Ludwig will nachbessern.

Pässe, Angriffe, Täuschmanöver - alles spannend anzusehen beim Handball. Entscheidend sind allerdings die Tore. Dumm nur, dass ein großer Teil der Zuschauer in der geplanten neuen Sporthalle am Mäusheckerweg den Moment, wenn der Ball ins Netz fliegt, verpassen wird - zumindest, wenn es bei der jetzigen Planung des 10,2-Millionen-Euro-Baus bleibt.

Denn die Tribüne ist so konzipiert, dass ein großer Teil des Spielfelds - teilweise eben auch die Handballtore und die Dreierlinie des Basketballfelds - von den Besucherplätzen aus nicht eingesehen werden kann.

Herbert Schuhmacher, Trierer Vizepräsident des Handballverbands Rheinland, ist die Fehlplanung aufgefallen. Die Baupläne, die die Stadt kürzlich auf ihrer Homepage veröffentlicht hat, ließen ihn stutzen. Der Diplom-Ingenieur machte sich daran, aufgrund der in den Architekturplänen angegebenen Maße die Sicht von den Zuschauerplätzen aufs Spielfeld zu berechnen. Ergebnis: Von der Tribüne aus lässt sich ein 5,10 Meter breiter Streifen des Handballspielfelds nicht einsehen. An den Stirnseiten der Halle liegen die Tore in diesem toten Winkel. Auch beim kleineren Basketballfeld fehlt den Besuchern der Blick auf einen immerhin noch 2,70 Meter breiten Randstreifen.

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