Spannendes Jahr trotz schwieriger Bedingungen

Die Volksbank-Vorstände Horst Schreiber (links) und Norbert Friedrich (rechts) mit den drei Erstplatzierten des Wettbewerbs „Unsere Helden“ (von links): Esther Lemm (Grundschule Longuich-Riol), Jürgen Kopp (Gymnasium Konz) sowie Silke Simon und Petra Stülb (Kita St. Martin Schweich). TV-Foto: Friedemann VetterFOTO:

Trier. Mehr Mitglieder, mehr Gewinn: Die Volksbank Trier hat bei der Vorstellung ihrer Bilanz für 2014 ein positives Ergebnis präsentiert. Mit Optimismus gehen die Verantwortlichen in das anstehende Geschäftsjahr, in dem ein wichtiges Projekt realisiert werden soll.

Trier. Die Volksbank Trier blickt zufrieden auf das abgelaufene Jahr. 1600 Mitglieder mehr als 2013, ein gestiegener Bilanzgewinn (2,6 Millionen Euro statt 2,5 Millionen Euro) und eine gestiegene Dividende (637 000 Euro statt 499 000 Euro) stehen bei der größten Genossenschaftsbank der Region in der Bilanz für 2014.
Keine Negativzinsen geplant


"2014 war ein sehr spannendes Jahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen", sagt Volksbank-Vorstand Horst Schreiber bei der Vorstellung des Zahlenwerks. Trotz dieser schweren Rahmenbedingungen auf dem Markt, zu denen das niedrige Zinsniveau und eine gewisse wirtschaftliche Unsicherheit vor allem im Mittelstand gehören (Schreiber: "Luxemburg ist auch nicht mehr das, was es mal war"), schließt Horst Schreiber eines aus: "Wir planen nicht mit Negativzinsen oder Gebühren", bekräftigt er.
Obwohl die Bank auch für 2015 mit ähnlich niedrigen Zinsen rechnet wie im abgelaufenen Geschäftsjahr, will sich das Geldinstitut laut Vorstand Norbert Friedrich den "schwierigen Herausforderungen stellen und ähnlich gute Zahlen erzielen wie im abgelaufenen Jahr".
Eines der großen Projekte der Volksbank Trier für 2015 ist dabei die geplante Fusion mit der Volksbank Hochwald-Saarburg, an deren organisatorischer Umsetzung derzeit gearbeitet wird. Ende Juni könnte der Zusammenschluss in trockenen Tüchern sein (siehe Hintergrund).
Die Bilanzsumme der Volksbank Trier belief sich zum 31. Dezember 2014 auf 850 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 37 Millionen Euro oder 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Positiv dabei wirkte sich die Entwicklung des Kreditvolumens aus, so dass die Volksbank ein Kundentkreditvolumen von 885 Millionen Euro zum Jahresende betreute (siehe Grafik).
"Das ist ein sehr schönes Wachstum", sagt Volksbank-Vorstand Norbert Friedrich. Und auch das um fast sechs Prozent gestiegene betreute Vermögen der Bank bezeichnete er als "eine sehr schöne Zahl".
Das von der Volksbank Trier betreute Gesamtkundenvolumen liegt bei 1848 Millionen Euro und damit um 91 Millionen Euro (plus 5,2 Prozent) höher als noch 2013.
Stärkstes Geschäftsfeld der Volksbank Trier war im vergangenen Jahr erneut das Immobilien- und Grundstücksgeschäft.Extra

Eines der großen Projekte der Volksbank Trier ist 2015 die geplante Fusion mit der Volksbank Hochwald-Saarburg (der TV berichtete mehrfach). Seit August des vergangenen Jahres laufen die Planungen dafür auf Hochtouren. Am 22. Juni soll die Vertreterversammlung der Volksbank Hochwald-Saarburg über den Zusammenschluss entscheiden. Genau eine Woche später, am 29. Juni, liegt das Votum bei den Vertretern der Volksbank Trier. Derzeit arbeiten die Mitarbeiter der Genossenschaftsbanken an der organisatorischen Umsetzung der Fusion. Bei der fusionierten Genossenschaftsbank würden mehr als 300 Mitarbeiter in Trier sowie in den Verbandsgemeinden Trier-Land, Ruwer, Schweich, Konz, Wittlich-Land, Saarburg, Kell am See und Hermeskeil etwa 80 000 Kunden in derzeit 40 Filialen betreuen. willExtra

Die Volksbank hat ihre Helden der Region gekürt. Dabei wählen die Mitglieder der Bank Vereine, Menschen und Projekte aus, die lokal etwas bewegen. Ausgezeichnet wurden mit je 250 Euro die AG Frieden Trier, die Burg Ramstein, das Filmprojekt "Heimat Paris", die Katholische Kirchengemeinde Ehrang, der Schachverband Rheinland, das Organisationsteam des Hospizlaufs, die Grundschule Aach-Newel, der SV Sirzenich, der katholische Kirchbauverein Föhren, der MGV Pellingen, der Nikolausmarkt Langsur, der Verein Kunstdünger, der Verein Ruwertal 821, das Radteam Nestwärme, Papillon — für Kinder krebskranker Eltern, die katholische Kirchengemeinde Rivenich und der Treffpunkt am Weidengraben. 750 Euro gehen an das Gymnasium Konz, 2000 Euro an die Kita St. Martin Schweich und 5000 Euro an die Grundschule Longuich-Riol. will

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