Religion

Wird in Trier eine Moschee gebaut?

Beim Freitagsgebet im Islamischen Kulturzentrum in Trier kann der Platz für die Gläubigen im Gebetsraum, der auch Moschee genannt wird, schon eng werden (Bild links). Die Gemeinde sucht nach einer größeren Unterkunft oder einem Bauplatz für eine neue Moschee. Denn manchmal müssen die Gläubigen im Freien beten (Bild rechts). FOTO: Friedemann Vetter

Trier/Konz. Muslime in Stadt und Umland sind in mehreren Vereinen organisiert. Sie alle suchen eine Gebetsstätte – so auch eine Gemeinde in Konz.

Wohl niemand weiß genau, wie viele Muslime in Trier leben. Schätzungen gehen davon aus, dass es rund 2000 sind. Das entspricht rund zwei Prozent der Einwohner der Stadt. Und so wie es im Christentum verschiedene Ausprägungen gibt, so gilt das auch für die Gläubigen der nach dem Christentum zahlenmäßig zweitgrößten Weltreligion. Es gibt gleich mehrere Gruppen, die sich zum gemeinsamen Gebet treffen. Trotz unterschiedlicher Auslegungen des Korans eint die einzelnen Gruppen etwas: Sie alle suchen eine größere Bleibe.

Die zahlenmäßig größte Gruppe trifft sich in den Räumen des Islamischen Kulturzentrums Trier in der Luxemburger Straße. Doch es herrscht Platznot. Dazu sagt Ayyub Mathieu vom Vorstand des Trägervereins: „Besonders freitags und an hohen Festtagen wird es eng.“ Dieser Zustand ist keine Neuigkeit. Seit vielen Jahren ist der Verein auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Im Juni 2015 schien der Verein am Ziel. Im Gewerbegebiet Eurener Flur war man fündig geworden. Dort sollte ein zweigeschossiges Gebäude mit Gebets- und Waschräumen, Büro- und Seminarraum sowie einer Wohnung gebaut werden (der TV berichtete). Auch die Stadtverwaltung Trier hatte Zustimmung signalisiert. Doch am Ende zerschlug sich die Sache, sagt Ayyub Mathieu. Er vermutet, dass es Vorbehalte dagegen gegeben habe, dass ein größeres Zentrum entsteht, in dem sich Muslime treffen. „Dabei haben wir noch nicht einmal geplant, ein Minarett zu bauen“, sagt er.

Ayyub Matthieus Bruder Enrico ist im Trägerverein der Konzer Albukhary Moschee aktiv. Diese befindet sich derzeit noch in einem Gebäude in der Brunostraße in Konz-Karthaus. Denn auch die Konzer sind derzeit auf der Suche nach einer neuen Bleibe. „Es müsste etwas größer sein als unser jetziger Standort“, sagt Enrico Matthieu. Eine entsprechend große Lagerhalle wäre ideal. Diese könnte man sich entsprechend herrichten. Doch auch in Konz gestaltet sich die Suche schwierig. Denn anders als bei den Ditib-Moscheen in Konz und Wittlich finanzieren sich die anderen muslimischen Gruppen rein aus Eigenmitteln.

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