Kommunalpolitik

Toiletten, „Strabse“ und wilde Zirkustiere - Lange Debatten im Trierer Stadtrat

Mobiles Mahnmal: Ein vergoldetes Klosett (hier bei der Enthüllung am 5. Mai auf dem Hauptmarkt) soll daran erinnern, dass Behinderte und ihre Belange (und Bedürfnisse) oft zu kurz kommen. Nach Einschätzung von Gerd Dahm (Vierter von rechts) und Monika Berger (Dritte von links) ist das vor allem im Brunnenhof der Fall.FOTO: Trierischer Volkstreund / Roland Morgen

Trier. Nach langem Ringen im Stadtrat: Behinderten-WC Ausschuss-Thema, zwei von drei Resolutionsanträgen angenommen.

Seit Jahren fordert der Behindertenbeirat mehr barrierefreie öffentliche Toiletten in der Innenstadt. Ein Wunsch-Standort: der Brunnenhof des Simeonstifts, in dem häufig Veranstaltungen stattfinden. Passiert ist bislang wenig, nun bekommt das Ansinnen frischen Schub: Nach langer Diskussion hat der Stadtrat einen SPD-Antrag, der umgehende planerische Vorbereitungen für den Bau eines Behinderten-WCs im Brunnenhof forderte, in den zuständigen Baudezernatsausschuss verwiesen, der sich nun gezielt kümmern soll.

Ein Teilerfolg nur, aber immerhin. Dabei gibt es keine Gegner des Vorhabens, umstritten ist freilich die Herangehensweise. So verwies CDU-Fraktionschef Udo Köhler auf die große historische Bedeutung des fast 1000 Jahre alten Simeonstifts. Bei Bauvorhaben gehöre unbedingt der Denkmalpflegebeirat mit ins Boot.

Hans-Alwin Schmitz (UBT) monierte, der Antrag spare wichtige Fragen aus, etwa die nach den Kosten. Wie zuerst Köhler und dann die meisten anderen Redner der Debatte plädierte Schmitz für einen Verweis in den Fachausschuss. Dort sei, so betonte Wolf Buchmann (Grüne), auch die Prüfung von etwaigen Alternativen möglich.

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