SGD-Beurteilung des Trierer Flächennutzungsplans

Gegner des Baugebiets Brubacher Hof sehen sich bestätigt

Projekt Brubacher Hof FOTO: TV / Schramm, Johannes

Trier. Mit deutlichen Hinweisen an die Stadtverwaltung hat die obere  Planungsbehörde SGD Nord dem Flächennutzungsplan Trier 2030 zugestimmt. Der Protest gegen das Baugebiet geht damit in eine neue Runde.

Die Gegner des umstrittenen Baugebiets Brubacher Hof sehen sich in ihren Argumenten bestätigt. „Die SGD Nord hat lediglich geprüft, ob das Planverfahren für den Flächennutzungsplan korrekt abgelaufen ist“, sagt Ingo Hennen, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative Rettet Brubach. „In den Hinweisen der Behörde an die Stadt, im weiteren Planverfahren die Belange der Landwirte, der Umwelt und des Verkehrs zu berücksichtigen, erkennen wir aber unsere Argumente.“ Der Eigentümer der Gaststätte und Pferdepension Brubacher Hof ist von dem geplanten Neubaugebiet unmittelbar betroffen und hat eine Normenkontrollklage gegen die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme für dieses Projekt angestrengt. Derzeit sei sein Anwalt dabei, die notwendigen Unterlagen zu sichten.

Mit dem positiven FNP-Bescheid der Aufsichtsbehörde ist aber auch die Stadtverwaltung zufrieden. Baudezernent Andreas Ludwig: „Wir begrüßen diese Entscheidung. Die Genehmigung des Flächennutzungsplans ist ein wichtiger Schritt auf einem langen Weg. Es ist die Bestätigung unserer Arbeit am Flächennutzungsplan, die das Rathaus und den Stadtrat über viele Jahre hinweg beschäftigt hat und bei der sich die Bürgerinnen und Bürger in vielen intensiven und guten Diskussionen eingebracht haben. Der Flächennutzungsplan macht Trier fit für die Zukunft, denn er ist der Orientierungsrahmen für die Weiter­entwicklung der Stadt bei den wichtigen Zukunftsthemen wie Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Erholung, Gewerbe- und Industrie-Entwicklung, Naturschutz und natürlich auch bei der Verkehrsinfrastruktur.“

 Bis der Flächennutzungsplan Trier 2030 in Kraft tritt, werden nach Einschätzung der Verwaltung noch etwa vier Wochen vergehen. Denn dafür muss der Plan öffentlich bekannt gemacht werden. Anschließend dient der FNP bei allen konkreten Bauleitplanungen – also zum Beispiel Bebauungsplänen – als verbindliche Richtschnur (siehe Info).

top