Demonstration

Demo in Trier: Schule schwänzen für den Klimaschutz (Fotos/Video)

Rund 300 junge Menschen demonstrierten für einen besseren Klimaschutz. FOTO: Elisabeth Jäckel

Trier. Hunderte Schüler demonstrieren in der Trierer Innenstadt und fordern: Macht unsere Zukunft nicht kaputt.

Als die 16-jährige Greta Thunberg im August letzten Jahres zum ersten Mal die Schule schwänzte, um stattdessen vor dem schwedischen Reichstag für den Klimaschutz zu demonstrieren, hätte sie sich wohl nicht träumen lassen, wie viele junge Menschen sich ihr anschließen. Rund ein halbes Jahr später tauschen in ganz Deutschland Schüler die Bleistifte gegen Plakate. In Trier trafen sich am Freitag rund 300 junge Menschen um gemeinsam unter dem Motto „Fridays for Future“ (Freitage für die Zukunft) für den Umweltschutz zu demonstrieren.

Initiiert wurde die Schülerdemo von 45 Organisatoren, eine von ihnen ist Ronja Heimann. Die Schülerin der Waldorfschule Trier engagiert sich schon länger für das Thema Umweltschutz. Sie ist aus diesem Grund Vegetarierin und versuchte sogar, ihre Mutter davon zu überzeugen, das Auto zu verkaufen. Als sie davon hörte, dass in mehreren Städten „Fridays for Future“ geplant werden, war für sie klar, dass sie auch in ihrer Heimatstadt eine Demonstration organisieren möchte.

Über Facebook, den Kurznachrichtendienst WhatsApp oder klassisch auf dem Schulhof versuchten die Schüler, möglichst viele junge Menschen von ihrem Vorhaben zu überzeugen. Lars Koster wurde im Bus von einem Bekannten angesprochen, ob er nicht Lust hätte, an der Demo teilzunehmen. Der 18-Jährige findet es wichtig, auf das Thema Klimaschutz aufmerksam zu machen - grade in Zeiten, in denen Klimaskeptiker immer lauter werden, wie er selbst sagt. Deshalb hat Koster selbst auch noch ein paar Freunde mitgebracht, wie Milan Kunkel. „Diesen Winter hat es zweimal geschneit, das ist doch nicht normal“, sagt Kunkel. Dass die beiden an diesem Freitagmorgen eigentlich in der Schule sein müssten, interessiert sie recht wenig. „Wir lernen nicht für eine zerstörte Zukunft“, steht auf ihrem Plakat.

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