Wildtierzentrum: Übergangslösung in Sicht

Wiltingen/Saarburg/Trier. Wiltingen/Saarburg/Trier (mai) Nach einem weiteren Gespräch der Verantwortlichen von Kreis, Wildtierzentrum Wiltingen/Saarburg und Tierheim Trier scheint eine Übergangslösung für die aktuelle Wildtiermisere in Sicht zu sein. Das Problem: Das Wildtierzentrum ist seit Anfang April geschlossen, weil die Betreiber die Arbeit ehrenamtlich nicht mehr stemmen können.

Die Wildtiere landen seitdem im Trierer Tierheim. Ihre Pflege führt dort zur Überlastung (der TV berichtete mehrfach).
Thomas Müller, Pressesprecher der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, sagte gestern: "Wir haben gemeinsam eine Übergangslösung erarbeitet, nach der die Wildtierstation Wiltingen/Saarburg wieder in Betrieb gehen soll." Die Übergangslösung solle in wenigen Wochen umgesetzt werden und maximal ein halbes Jahr lang bestehen bleiben. Die Frage, wie sie konkret aussieht, will Müller in der kommenden Woche beantworten. Der Pressesprecher sagte: "Die Details müssen vorher noch intern bei allen Beteiligten abgestimmt werden."
Für eine dauerhafte Lösung sieht die Kreisverwaltung laut Müller weiterhin das Land in der Verantwortung. Zum einen würden die Wildtiere nicht nur aus dem Kreisgebiet in das Zentrum gebracht. Sie kämen auch aus Luxemburg, dem Saarland, von der Nahe, aus der Eifel und dem Kreis Cochem-Zell. Zum andern würde auch das Saarland ein entsprechendes Zentrum finanzieren. Zudem hätten die Kommunen kein Geld. Das Land verfüge hingegen über Geld in der Stiftung Natur und Umwelt. Der Kreis hat beantragt, dass die Stiftung, die bislang Projekte zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft fördert, eine Stelle im Wildtierzentrum finanziert. Vorschlag des Kreises ist es, dass der Stiftungszweck geändert wird. Müller sagte: "Der Landrat wird in dieser Sache weiter vorstellig beim Land."

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