Wildtierzentrum: Landrat verwundert über Absage

Saarburg/Wiltingen/Trier. Saarburg/Wiltingen/Trier (mai) Landrat Günther Schartz hat auf die Absage des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums reagiert, das Wildtierzentrum Wiltingen/Saarburg nicht über die Stiftung Natur und Umwelt fördern zu wollen. Er sei verwundert, dass er dies aus der Tageszeitung erfahren müsse, sagte Schartz und ergänzte: "Ich hätte mir schon gewünscht, dass man dies dem Antragsteller direkt kommuniziert, zumal ich mit der Ministerin in dieser Sache im Gespräch bin.

" Bei der Absage, über die eine Sprecherin des Umweltministeriums informiert hat, handelt es sich um eine Reaktion auf eine Voranfrage des Landkreises an die Umweltstiftung. Schartz stellt fest: "Wir halten eine Förderung nach wie vor für möglich, zumal erhebliche Mittel in der Stiftung vorhanden sind und auch der Stiftungszweck eine solche Förderung zulässt. Daher werden wir nun einen formellen Förderantrag stellen." Er kündigte an, sich in dieser Sache erneut direkt an Ministerin Ulrike Höfken zu wenden. Schartz: "Eine schnelle Lösung muss her."
Das Wildtierzentrum ist seit April geschlossen, weil die ehrenamtlichen Betreiber gesundheitliche Probleme haben. Die geschwächten Wildtiere - 1300 Lebewesen pro Jahr - landen nun im Tierheim Trier. Das Team dort, dessen Aufgabe es ist, sich um Haustiere zu kümmern, ist überfordert und hat Alarm geschlagen. Den Ratschlag der Pressesprecherin, die angelieferten Wildtiere an andere Auffangstationen, Zoos oder Wildparks abzugeben, hält neben der Vorsitzenden des Tierschutzvereins, Inge Wanken, auch der Landrat für nicht praktikabel. Der Grund: Alternative Einrichtungen sind mehr als 50 Kilometer entfernt.

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