„Die Ausstellung ist eine Mahnung, jeder menschenfeindlichen Bestrebung entschlossen entgegenzutreten und sie durch Akzeptanz zu ersetzen“, fordert Rohleder. Es gehe immerhin um rund zehn Prozent der Bevölkerung.

Alex Rollinger, Leiter des Schmitz in Trier, sagte: „Die Erinnerung wachzuhalten ist bis heute unheimlich wichtig.“ Er forderte Solidarität nicht nur für Homosexuelle, sondern für alle Minderheiten und Glaubensrichtungen. Die aktuellen Beispiele von Aggression gegen Menschen, die eine jüdische Kippa tragen, zeigten, wie wichtig dies sei. Es gebe immer noch zu viele Opfergruppen.

Die Geschäftsführerin der Kulturgießerei, Anette Barth, las aus dem Buch des Zeitzeugen vor. Sie schloss mit dessen Worten: „Ich habe noch lange Alpträume. Der Fortschritt der Menschheit hat uns vergessen.“ Für das Saarburger Mehrgenerationenhaus gelte dies nicht, ergänzte Barth. Dort herrsche bunte Vielfalt in allen Aktionen und zwar aus tiefster Überzeugung.

Die Ausstellung ist bis Mittwoch, 30. Mai, in der Kulturgießerei zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 bis 17 Uhr.

top