Ein Blumenverkauf, über den sich alle freuen

Irsch. Der Primelhandel der Messdiener ist eine junge Tradition - zumindest in Irsch, wie Leserin Mathilde Annen auf einen TV-Bericht hin erklärt.

Irsch (mai) Messdiener gehen durch die Dörfer und bieten an der Haustür Primeln an. Diesen Brauch, der aktuell in Taben-Rodt, Fisch, Irsch, Freudenburg, Schoden und Kastel-Staadt ausgeführt wird, hat der TV im Artikel "Primeln für einen bunten Garten" (Trierischer Volksfreund vom 7. März) beschrieben und nach dem Ursprung gefragt.
Mathilde Annen vom Pfarrgemeinderat St. Gervasius und Protasius in Irsch hat sich daraufhin in der Redaktion gemeldet. Sie berichtet, dass es diese Tradition in der Pfarrei Irsch seit 2004 gebe, es sich also um eine "junge Tradition" handele.
Ursprünglich wurde der Primelverkauf laut Annen von den damaligen Ministranten-Betreuerinnen als Fastenaktion eingeführt. In einer Gruppenstunde hätten sie die Messdiener über Hilfsprojekte von Misereor zur Unterstützung von Kindern in Entwicklungsländern informiert. Der Verkaufserlös sei in den ersten Jahren an Misereor gespendet worden, mit der Angabe eines konkreten Projekts.
Seit 2007 profitiere der Förderverein St. Gervasius und Protasius Irsch vom Primelverkauf. Nach der Gründung des Fördervereins sei es den Betreuerinnen ein Anliegen gewesen, die Renovierung der Irscher Pfarrkirche zu unterstützen.
Für die vergangenen Jahre wird der Verkaufserlös laut Annen geteilt. Die eine Hälfte komme den Kindern direkt zugute und gehe in die Messdienerkasse zur Finanzierung von Gruppenstunden und Ausflügen. Die andere Hälfte werde weiterhin an den Förderverein St. Gervasius und Protasius Irsch überwiesen.
Für Mathilde Annen ist klar, dass alle Seiten etwas von der Blumenaktion haben. Sie erzählt: "In unserer Pfarrei freuen wir uns, dass die Ministranten auch mit dem Primel-Verkauf präsent sind. Die Irscher freuen sich über schöne Blumen, und alle können dabei noch etwas Gutes tun."

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