Verkehr

Mobilität in Rheinland-Pfalz: Ministerium sammelt Ideen

Volker Wissing (FDP) spricht im Landtag. Foto: Andreas Arnold/Archiv FOTO: Andreas Arnold

Mainz. Verkehrspolitik muss unterschiedliche Interessen unter einen Hut bringen. Soll es mehr Platz für Fahrradwege geben oder mehr Parkplätze für Autos? Breitere Wege für Fußgänger in der Stadt? Stündlich Busse in jedes Dorf?

Antworten sammelt das Verkehrsministerium in einem umfangreichen Beteiligungsprozess für einen „Mobilitätskonsens 2021“. Dieses Vorhaben ist im Koalitionsvertrag verankert - dort wird dafür als Zielmarke das Jahr 2018 genannt. Die CDU kritisiert, dass der Start nun „reichlich spät“ komme.

Der Beteiligungsprozess wurde jetzt mit einer Online-Befragung gestartet und schließt sechs Diskussionsforen ein, in denen Verkehrsexperten mit Vertretern von Kommunen, Verbänden und gesellschaftlichen Gruppen zusammenkommen, diskutieren und Ideen entwickeln. Das erste regionale Forum ist für den 18. März in Mainz geplant. Neben einem Jugendforum soll es weitere regionale Veranstaltungen in Koblenz, Trier, Kaiserslautern und Frankenthal geben.

„Die Online-Befragung soll uns Hinweise darauf geben, wie die Mobilität der Zukunft für Rheinland-Pfalz gestaltet werden sollte“, erklärt Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) und äußert die Hoffnung auf eine rege Beteiligung. „Neue Technologien, die Digitalisierung, veränderte Prioritäten der Nutzer oder die Anforderungen des Klimaschutzes verändern unser Verkehrssystem.“ Dazu wurden bereits einige Konzepte entwickelt, die sich laut Wissing aber meist auf den städtischen Verkehr konzentrieren und für ein Flächenland wie Rheinland-Pfalz mit ausgeprägten ländlichen Räumen nicht geeignet sind. „Wir wollen eine eigene Lösung finden“, sagte Wissing.

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