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Verschlammte Straßen, Wasser im Keller

In Lieser drückt sich Geröll durch die Kanäle. FOTO: TV / Florian Blaes

Lieser. Besonders in Lieser war die Feuerwehr nach dem Starkregen am Donnerstag im Einsatz. Die Straße nach Kesten musste wegen Geröllabgängen gesperrt werden.

Nach der langen und trockenen Hitzeperiode entlud sich am Donnerstagmittag eine Gewitterfront über Mosel und Hunsrück. Besonders Lieser und Umgebung wurden dabei in Mitleidenschaft gezogen. Durch den Starkregen drückte sich das Wasser durch die Kanalisation in die Keller, auf den Weinbergen kam es zu Abrutschungen von Geröll und Schlamm.

„Der erste Alarmruf kam um 14.04 Uhr. Danach ging es Schlag auf Schlag,“ schildert Thomas Edringer, Chef der VG-Feuerwehr von Bernkastel-Kues, die Situation. Mehrere Notrufe seien besonders im Bereich um Lieser eingegangen. Viele Keller standen unter Wasser, Abwasserkanäle  waren verschlammt und mussten gereinigt werden. „Es lag überall  Geröll und Matsch auf den Straßen, auch in der Nähe von Schloss Lieser“, berichtet Edringer. Ein Baum sei in ein Haus gestürzt, so dass die Wehrleute den Baum mit Kreissägen zerkleinern mussten. Besonders betroffen war die Kreisstraße 134 zwischen Lieser und Kesten. „Die mussten wir voll sperren, weil zuviel Schlamm von den Weinbergen auf die Straße gerutscht war,“ erklärt Edringer.

Das Wasser konnte in den fest getrockneten Boden nicht rasch versickern, sondern floss  die Hänge herunter und spülte Schlammmassen und Geröll auf die Straßen und Wege. Neben Lieser waren auch Mülheim, Erden, Lösnich, Zeltingen-Rachtig und Erden betroffen. Insgesamt waren rund 100 Wehrleute am Donnerstagnachmittag im Einsatz.

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