Kultur

Was Marx Journalisten von heute zu sagen hat

Diskussion Journalismus in Zeiten von Karl Marx in den Viehmarktthermen. Von links: Moderatorin Marion Barzen, Uwe Conradt, Frank Überall, Joachim Görgen, Stefan Brauburger, Thomas Roth und Rainer Auts. FOTO: Friedemann Vetter

Trier. Wie war Karl Marx als Journalist? Wohin wird sich der Journalismus entwickeln? Diesen Fragen stellten sich Vertreter der Medien und der Wissenschaft.

Wenn Karl Marx an einem Artikel für die New York Tribune in den USA schrieb, dauerte es knapp zwei Wochen, bis sein Text in der Zeitung erschien, für die er als Europa-Korrespondent tätig war. Da eine Übertragung mit Unterwasserkabeln noch nicht möglich war, mussten die Informationen mit dem Schiff geliefert werden.

Historiker und Karl-Marx-Spezialist Rainer Auts führt die Zuhörer der Podiumsdiskussion „Journalismus: gestern. heute. morgen.“ des Deutschen Journalistenverbands (DJV), Bezirk Trier, damit am Dienstagabend in den Viehmarktthermen in die Zeit Karl Marx’ vor 200 Jahren ein.

Dass der Trierer Sozialreformer überhaupt als Journalist tätig wurde, entstand eher aus der Not heraus: Er machte es schlicht und einfach, um Geld zu verdienen. Immer wieder beschwerte sich Marx aber über die Bezahlung und wurde schließlich als Auslandskorrespondent der New York Tribune entlassen, da er der Zeitung zu teuer wurde.

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