Musik

Brandneu, altbewährt und ausgezeichnet: Das Tefftival in der Trierer Tufa

Vielseitig: In der neuen Formation Black Porta Projekt haben sich 15 regionale Musiker zusammengeschlossen. Sie spielen eine Mischung aus Funk, Rock und Soul. FOTO: TV / Frank Haasenritter

Trier. Beim Tefftival in der Tufa erwarten die Zuschauer neue Formationen und Projekte. Und das Comeback einer seit 24 Jahren aufgelösten Band.

Sieben Jahre ist es nun her, dass die Trierer Punk-Legende Helmut „Teff“ Steffgen nach Krankheit im Alter von nur 52 Jahren starb. Was bleibt, sind Erinnerungen bei allen, die nicht nur musikalisch mit ihm verbunden waren. Und ein eigenes Festival, präsentiert vom TV. Oder eher gesagt, ein Tefftival. Dieses feiert am Sonntag, 23. Dezember, ab 19 Uhr im großen Saal der Tufa seine siebte Auflage – und präsentiert sowohl neue Bands als auch die Wiedervereinigung einer ehemaligen regionalen Größe.

Im Internet findet man nicht viel über Flastic. Logisch, denn die Band gibt es seit 1994 nicht mehr. „Damals war das alles etwas anders“, erklärt der Schlagzeuger der Band, Dieter Hauser. Davor stand Flastic über ein Jahrzehnt lang für gradlinigen Rock aus der Region. Die Band tourte durch Deutschland, hatte einen eigenen Fanclub und nahm verschiedenste Songs auf. Nun sind sie zurück: „Es ist fast schon ein Wunder, dass wir das alles unter einen Hut bekommen haben“, sagt Hauser. Das sei nicht einfach, denn die Lebenssituationen haben sich in komplett verschiedene Richtungen entwickelt. Bestes Beispiel ist Gitarrist Andreas Schmidt, der kurzerhand aus den USA eingeflogen wird. „Wir holen ihn am Sonntagmorgen in Luxemburg am Flughafen ab, proben noch einige Stunden, und dann muss das passen“, sagt Dieter Hauser. Geprobt haben auch die anderen Bandmitglieder in den letzten Wochen – fast schon exzessiv: „Wir proben uns die Finger wund“. Das sei auch notwendig gewesen, erklärt der Schlagzeuger. „Unser Sänger Willy Maxheim etwa hatte seit zehn Jahren keine Gitarre in der Hand“, scherzt er. Spielte man früher locker 25 bis 35 Konzerte im Jahr, warten die eingefleischten Flastic-Fans nun seit 24 Jahren auf das Comeback. Eine einmalige Sache? „Das ist noch unklar“, sagt Hauser und macht Hoffnung. „Aber es macht Spaß, und musikalisch könnte es passen.“ Die Band spielt ausnahmslos Eigenkompositionen in deutscher Sprache. Auch Hits wie „Maria Huana“ oder „Monarchie“, die inzwischen zu Klassikern geworden sein dürften, werden vermutlich nicht fehlen.

Doch bei allem Hype um Flastic sollten auch die anderen Bands des Tefftivals nicht vergessen werden. Allen voran der Hauptact, das Black Porta Projekt feat. Mary‘s Funky Pillars. Die Anfang des Jahres von Frank Haasenritter initiierte Formation spielt ein Set von rund 75 Minuten. Dieses soll das Publikum mit einer Mischung aus Funk, Rock und Soul überzeugen. Diese Mischung zeigt sich auch schon in der Zusammensetzung, denn diese ist mit 15 Mitgliedern kunterbunt gemischt. Mehrere Sänger und Sängerinnen, vier Bläser, ein Keyboard, zwei Gitarren, ein Bass und einige Überraschungen verspricht die Band. Haasenritter macht auch, was das Projekt angeht, Hoffnung: „Wir haben uns zwar für das Tefftival gegründet“, erklärt er, „doch danach wollen wir schauen, ob wir das weiterhin zusammen hinbekommen.“ Besonders schwer sei, so viele Musiker unter einen Hut zu bekommen.

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