Kriminalität

Firma in Konz ausgeraubt und Laster gestohlen

Bei der Konzer Gerüstbaufirma Horn ist zwischen Freitagabend und Samstagmittag eingebrochen worden. Unter anderem wurden mehrere Fensterscheiben eingeschlagen und ein firmeneigener Lastwagen gestohlen. FOTO: Gerüstbau Horn

Konz-Könen. Unbekannte sind bei einer Gerüstbaufirma in Konz-Könen eingebrochen. Unter anderem haben sie einen wertvollen Lastwagen gestohlen, der für einen Auftrag beladen und abfahrbereit war. Ein Mitarbeiter des Unternehmens kritisiert die Polizei nach der Tat.

Peter Lauterborn ist empört. Unbekannte Täter sind bei der Firma seiner Tochter in Konz-Könen eingebrochen. Pensionär Lauterborn hilft bei Gerüstbau Horn noch regelmäßig im Büro aus. Was ihn an am Samstag auf dem Firmengelände in der Könener Brunnenstraße erwartete, beschreibt er im Gespräch mit dem TV. „Bei dem Einbruch sind die Täter in alle Büros und die Werkstatt eingebrochen. Sie haben mehrere Scheiben eingeschlagen und Türen aufgebrochen.“ Um unauffällig vorgehen zu können, hätten die Diebe die Beleuchtung abgerissen. Und: „Sie haben alle Sicherungen runtergefahren.“ Das könne die Firma im Nachhinein minutengenau nachvollziehen, sagt Lauterborn, der in Konz als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat bekannt ist. „Um 18.01 Uhr am Freitagabend wurden alle Computer heruntergefahren.“

Das schlimmste für die Firma: Ein 26-Tonnen-Laster mit dem Nummernschild TR-GH 105 und dem Firmenlogo des Betriebs. wurde neben Bargeld und Wertgegenständen gestohlen. Den Lkw-Schlüssel haben die Täter beim Durchsuchen des Büros gefunden. Das Fahrzeug kostet laut Lauterborn neu etwa 120 000 Euro. Der Lkw sei voll mit Gerüstteilen beladen gewesen, fertig, um am Samstag zu einer Baustelle zu fahren, sagt Lauterborn. Am Freitagnachmittag seien um 17.10 Uhr die Türen und das Tor der Firma abgeschlossen worden, erzählt er weiter. Lauterborn vermutet, dass die Firma tagsüber ausgespäht und abends ausgeraubt wurde. Die Täter hätten sich genau ausgeguckt, was sie machen müssen, um bei der dreisten Tat nicht aufzufallen.

Am Samstag, als Mitarbeiter der Gerüstbaufirma mit dem Laster zur Baustelle fahren wollten, sei das Tor offen gewesen. Dann hätten sie die Polizei alarmiert. Zunächst seien eine Streife und später mehrere Kriminalbeamte vor Ort gewesen. Sie haben den Tatort untersucht. Dabei haben sie sich laut Lauterborn Werkzeug, das offensichtlich für den Einbruch benutzt worden ist, nicht genauer angesehen. Sie hätten darauf verwiesen, dass die Täter vermutlich ohnehin Handschuhe angehabt hätten. Nicht nur diesen Vorwurf äußert Lauterborn. Er fragt sich zudem, warum die Ermittler bisher keine Pressemeldung zu dem Vorfall verschickt haben, obwohl Zeugen sicherlich weiterhelfen könnten. Das alles hat Lauterborn am Dienstagmittag in einem Gespräch mit dem TV gesagt.

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