Barrierefrei mit schönem Umfeld

Barrierefrei mit schönem Vorplatz, so wünschen sich die Onsdorfer ihr Bürgerhaus. TV-Foto: Herbert ThormeyerFOTO: Herbert Thormeyer (doth), HERBERT THORMEYER ("TV-Upload Thormeyer"

Onsdorf. Die Ortsgemeinde Onsdorf will in ihr Bürgerhaus und den Vorplatz investieren. Die Zeit drängt, da zur Bundestagswahl im September das Wahllokal fertig sein muss.

Onsdorf Das Onsdorfer Bürgerhaus sieht zwar schön aus, hat aber einen eklatanten Mangel: Es ist nicht barrierefrei. Der Bau, der sich 1990 von einer Schule in ein Haus für alle Onsdorfer wandelte, braucht eine Rampe und eine behindertengerechte Toilette.
In der jüngsten Ratssitzung stellte der Konzer Bauamtsleiter Gerhard Holbach drei Gestaltungsvarianten des Trierer Architekturbüros Raumwandler vor. "Rund 58 000 Euro sind dafür als Kosten geschätzt", sagt Ortsbürgermeister Klaus Fuchs. Bei zwei Varianten würde ein Abstellraum wegfallen.
Die kostengünstigste Art das Haus, das 1961 gebaut wurde, barrierefrei zu gestalten, sind Türverbreiterungen und die Öffnung der Herrentoilette hin zur Damentoilette mit einer Tür, für die Nutzer einen speziellen Schlüssel bekommen sollen. Eine Rampe soll in Stahlbauweise mit Geländer entstehen. Diesen Vorgaben stimmte der Onsdorfer Rat einstimmig zu. Das Land will sich aus Dorferneuerungsmitteln mit 50 Prozent der noch exakt zu ermittelnden Kosten beteiligen. "Alle Ortsgemeinden müssen ein barrierefreies Wahllokal zur Verfügung stellen", erklärte Gerhard Holbach. Da im September bereits Bundestagswahl ist, könnte das die Bauarbeiten am Onsdorfer Bürgerhaus beschleunigen.
Beim Betrag von rund 120 000 Euro, den ein als Kommunikationsfläche gestalteter Vorplatz mit seinen 480 Quadratmetern kosten würde, erschraken die sechs Ratsmitglieder erst einmal. Selbst, wenn nur die Asphaltdecke erneuert würde, wären es immer noch 40 000 Euro.
"Wer weiß wie lange das hält, denn es fahren doch auch schwere Müllfahrzeuge hier drüber", gab Ortschef Fuchs zu bedenken. Fest steht: Der Platz ist marode und kann so nicht bleiben.
Aber nur für einen gestalteten Platz können Zuschüsse bis zu 60 Prozent aus Mainz fließen. Bauamtsleiter Holbach meint dazu: "Bis Anfang August müssen dafür eine komplette Planung und Kostenermittlung eingereicht werden."
Ratsmitglied Jörg Fuchs schlug vor: "Ein wenig Eigenleistung müsste bei diesem Projekt doch möglich sein, um Kosten zu reduzieren." Der Rat sprach sich grundsätzlich für einen gestalteten Kommunikationsplatz aus.Vielleicht steht dann dort auch künftig der Maibaum (siehe Extra).
Extra: NEUER MAIBAUMSTÄNDER - ENTSCHEIDUNG VERTAGT


Das Angebot einer gemeinsamen Ausschreibung in der Verbandsgemeinde Konz zur Anschaffung eines Maibaumständers will Onsdorf bislang nicht annehmen. Die Kosten von geschätzten 8000 Euro schreckten den Rat ab. Vielmehr soll zunächst die Standsicherheit des vorhandenen Ständers unter Berücksichtigung tieferer Bodenschichten überprüft werden. Eine Entscheidung zur Teilnahme an der Ausschreibung wurde vertagt.

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