Tourismus

Kelberg schreibt Geschichte

Ute Bales übernimmt die Patenschaft für Projekte, die auf der Grundlage ihres Romans „Kamillenblumen” die Geschichtsstraße der VG Kelberg zu einer Geschichtserlebnisregion entwickeln sollen. FOTO: Brigitte Bettscheiderr / TV

Kelberg. Die Verbandsgemeinde soll zu einer Erlebnisregion weiterentwickelt werden. Die Ideen für den ersten Themenschwerpunkt stammen aus Ute Bales’ Buch „Kamillenblumen“.

Vor zehn Jahren kam das Buch auf den Markt. Heute liegt „Kamillenblumen“ in der sechsten Auflage vor. Zudem hat die aus der Eifel stammende Autorin Ute Bales (siehe Info) bei ungezählten Veranstaltungen landauf, landab von der „Kolverather Traud“ genannten Gertrude Feiler (1884 bis 1964) erzählt. Hat Passagen vorgelesen, die von den Entbehrungen, Erniedrigungen und Ausgrenzungen der Wanderarbeiterin und Hausiererin handeln, von ihrem Hunger und ihrem Elend – aber durchaus auch von schönen Momenten. In dem Roman kommen Fragmente der Weltgeschichte wie die beiden Weltkriege und die Inflation ebenso zum Tragen wie die Eifelgeschichte mit dem Bau des Nürburgrings oder der Bombardierung Kelbergs.

Wenn zu Beginn der jüngsten Lesung im Kelberger Rathaus Bürgermeister Karl Häfner sagt: „Hier ist das Traud-Land“, bezieht er sich darauf, dass die in Kolverath geborene Traud überwiegend in den 33 Dörfern der VG Kelberg unterwegs war. Und genau diese Tatsache liegt einem neuen Konzept zugrunde, mit dem die VG zu einer Geschichtserlebnisregion entwickelt werden soll.

Wie schon bei der Geschichtsstraße (siehe Info) sind die Geografen Peter Burggraaff und Klaus-Dieter Kleefeld vom Büro für historische Stadt- und Landschaftsforschung (Köln) für das Konzept verantwortlich. Ute Bales hat ihre Mitarbeit zugesagt und die Patenschaft für den ersten Themenschwerpunkt übernommen.

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