Ärztemangel

Die Eifeler kämpfen in Mainz für Medicus

5 vor 12: Schon heute sind nicht alle Stellen für Allgemeinmediziner im Eifelkreis besetzt. FOTO: Klaus Kimmling

Bitburg. Zuletzt waren die Fronten im Streit um die Ärzte-Genossenschaft verhärtet. Doch davon lässt sich die Delegation mit Landrat Streit an der Spitze nicht abschrecken. Am Donnerstag ist Gesprächstermin bei der Kassenärztlichen Vereinigung.

Nächste Runde im Tauziehen um die Eifeler Ärzte-Genossenschaft: Am Donnerstag reisen Landrat Joachim Streit, Medicus-Vorstand Michael Jager und Medicus-Anwalt Frank Laumen nach Mainz zum Gespräch beim Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz. „Wir geben nicht auf“, sagt Jager. Als Allgemeinmediziner in Bitburg weiß er, wie ernst die Lage ist. Beim Thema Ärztemangel auf dem Land hat es längst 5 vor 12 geschlagen.

Dagegen will die Medicus eG (siehe Info) angehen. Doch noch fehlt der Genossenschaft die Zulassung. Der Antrag, an dem das Team um Michael Jager mehr als zwei Jahre gearbeitet hat, wurde vom Zulassungsausschuss Ende April abgelehnt.

Damals hatte sich die KV in Folge eines Berichts des Trierischen Volksfreunds deutlich von ihrem Ausschuss distanziert und betont, dass dieser ein völlig unabhängiges Gremium sei. Aber die KV hat die Möglichkeit, gegen eine Entscheidung des Ausschusses Widerspruch einzulegen. Ob es dazu kommt?

„Ich erwarte, dass uns nun zumindest mal signalisiert wird, dass wir eine gemeinsame Lösung finden“, sagt Jager. Für ihn kam die Ablehnung absolut überraschend und ließ ihn ratlos zurück: „Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Wir hatten das ja alles auch mit dem Leiter der Rechtsabteilung der KV abgeklärt.“ Doch für den Zulassungsausschuss war das Ganze offenbar zu großes Neuland. Immerhin wäre Medicus in Rheinland-Pfalz die erste Genossenschaft, die ein Medizinisches Versorgungszentrum betreibt .

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