Umwelterziehung

Schüler pflanzen Erlen für die Zukunft

Johanna und Damian helfen Theo Hack dabei, die jungen Erlen fachgerecht in den Boden zu setzen. FOTO: Frank Auffenberg

Stadtkyll/Kerschenbach. Als Ausgleich für Windkraftanlagen werden am Kerschenbach mehrere Auen renaturiert. Grundschüler aus Stadtkyll packen fleißig mit an – und haben eine Menge Spaß dabei.

Wie es in der kleinen Aue am Kerschenbach vor kurzer Zeit noch aussah, das sehen die 14 Kinder der Klasse 3 der Stadtkyller Grundschule in wenigen Metern Entfernung. Wie es einmal aussehen wird, das können sie nur erahnen, aber eins wissen sie genau: Wenn auf der gerodeten Fläche dereinst prächtige Erlen wachsen, dann haben sie ihren Teil dazu beigetragen. Zusammen mit Forstmitarbeitern haben sie nämlich am Freitag 150 Bäume gesetzt.

„Die Aktion gehört zu einer Ausgleichsmaßnahme für die Windräder, die hier im Umfeld aufgebaut wurden“, sagt Gerd Ostermann, Agrar-Ingenieur in der Bürogemeinschaft für Naturschutz und Landschaftsökologie und Beisitzer  Naturschutzbund (NABU) Kylleifel. Zusammen mit Mitarbeitern des Forstamts Gerolstein rückte er mit den Kindern aus, um die einst dicht mit Fichten bewachsene Auenfläche umzugestalten.

„Im Vorfeld wurden hier erst mal die Fichten abgeholzt“, sagt Ostermann. Dicht an dicht sei die Aue mit Fichten zugewachsen gewesen. „Die hier wiederum wirklich nicht hingehören. Es war an dieser Stelle viel zu dunkel, der Boden versauerte und war letztlich so auch nicht mehr artenreich.“ Auf etwa 2500 Quadratmetern sei das Nadelgehölz gerodet worden. „Ich schätze hier standen knapp 300 Fichten. Sie sind weg, mit Hilfe der Kinder wird die Aue jetzt mit standorttypischeren Erlen bepflanzt“, sagt Ostermann.

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