Mobilität auf den Dörfern

Auf Achse für die Schneifel

Und los geht‘s, mit dem passenden Kennzeichen und vielen Ehrenamtlern: Der Bürgerbus für die Schneifel ist startklar. Erste Fahrt: am Donnerstag, 25. April. FOTO: Fritz-Peter Linden

Bleialf. Ein zweifach „Hoch“ aufs doppelte B: Der Bürger-Bus für die Schneifel nimmt seinen Betrieb auf. Dank gut gesteuerter Zusammenarbeit und vieler Ehrenamtler.

„Schönes Kennzeichen“, sagt Pfarrer Jochen Kohr. Gerade hat er den neuen Bürgerbus für die Schneifeldörfer eingesegnet – und er hat ja recht: „Prü – BB 19“ steht vorne auf dem VW-Bully, der von jetzt an für die Einwohner aller Orte „von Winterspelt bis Auw“ unterwegs sein wird, wie Verbandsgemeinde-Bürgermeister Aloysius Söhngen während der Feier am Bleialfer Bürgerhaus sagt.

Der Plan für den Bürgerbus entstand beim Zukunfts-Check Dorf, den auch die Bleialfer durchlaufen: Edith Baur, Noch-Ortsbürgermeisterin und zugleich auch (und weiterhin) Gemeindeschwester in den Verbandsgemeinden (VG) Arzfeld und Prüm, hatte  den Vorschlag gemacht. Es gehe darum, sagt sie, „allen zu helfen, so mobil zu sein wie vor 30 Jahren“, also vor allem denen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, weil sie ein Gebrechen haben, nicht oder nicht mehr selbst Auto fahren können und auch niemanden haben, der sie dorthin bringt, wo sie hin müssen. Denn auch das, sagt Söhngen, sei heute anders: Wo früher die Familie habe aushelfen können, seien heute viele einfach nicht mehr da, weil weggezogen. Und weil es die klassische Eifeler Großfamilie auch nicht mehr überall so gibt wie früher.

Und auch der öffentliche Personen-Nahverkehr könne das bekanntlich nicht mehr leisten. Aber man sei eben in einem spärlich besiedelten Landstrich, in dem trotzdem „Wege zurückzulegen“ seien, denn die Leute müssen ja zu Arzt, Apotheke, Einkauf und anderen Erledigungen, wollen zu einer Veranstaltung oder sich einfach mit jemandem treffen.

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