Erneuter Preisanstieg

Warum die Post das Porto so stark erhöhen darf

Noch kostet ein Standardbrief 70 Cent. FOTO: dpa / Marc Müller

Das Porto für einen Standardbrief könnte im Sommer von 70 Cent auf 85 bis 90 Cent steigen. Das ist der Netzagentur zu viel. Doch die Bundesregierung will die Portoverordnung ändern, um ihrem Unternehmen mehr Rendite zuzubilligen.

Wer Briefe verschickt, wird sich ab Sommer auf ein höheres Porto einstellen müssen. Das Bundeswirtschaftsministerium will eine Verordnung ändern, auf deren Basis die Post das Briefporto deutlich stärker anheben könnte als bisher. Eine entsprechende Gesetzesänderung sei auf den Weg gebracht worden, sagte ein Ministeriumssprecher. Ein Sprecher der Post begrüßte das Vorhaben der Regierung.

Branchenkreisen zufolge könnte das Porto für einen Standardbrief von aktuell 70 Cent auf 85 bis 90 Cent steigen. Der Ministeriumssprecher sagte aber: „Wir gehen nicht davon aus, dass die Post für den Standardbrief 90 Cent für das Porto erheben wird.“ Der vorerst letzte Preissprung Anfang 2016 lag nur bei acht Cent.

Der genaue Wert für das neue Porto ist noch unklar. Es geht nun um einen größeren Preisspielraum für alle regulierten Postprodukte zusammen, also auch für Postkarte oder Auslandsbriefe. Nach der Rechtsänderung entscheidet die Bundesnetzagentur über einen neuen Preisrahmen. Danach beantragt die Post unter anderem das Porto für den Standardbrief, was die Netzagentur noch freigeben soll. Vermutlich ab Juli gilt das neue Porto. Damit steigt es später als geplant. Bisher sollten die Briefmarken im April teurer werden.

(dpa)
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