Katholische Kirche

Verdacht auf Kinderpornographie – Bistum Trier beurlaubt Diakon

Frauen der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) demonstrieren beim Eröffnungsgottesdienst der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Mit der Aktion "#MachtLichtAn" wollen sie aufmerksam machen auf die Missbrauchsfälle in der Kirche. Foto: Friso Gentsch/dpa FOTO: dpa / Friso Gentsch

Trier/Lingen. Während Bischof Stephan Ackermann in Lingen über Missbrauch redet, gibt es in seinem Heimatbistum eine neue Affäre, von der auch ein katholisches Krankenhaus betroffen ist.

Die deutschen Bischöfe haben neue Maßnahmen zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs beschlossen. Zudem sollen die sogenannten Anerkennungszahlungen für Opfer überprüft und möglicherweise erhöht werden, kündigte der Trierer Bischof  Stephan Ackermann beim Frühjahrstreffen der Bischöfe im niedersächsischen Lingen an. Das Bistum Trier hat bislang 475 000 Euro aus Mitteln des Bischöflichen Stuhls an Missbrauchsopfer ausgezahlt. 104 Anträge seien eingegangen, heißt es.

Parallel zu dem Treffen der Bischöfe wurde bekannt, dass das Bistum Trier einen Diakon, gegen den wegen Besitzes kinderpornographischer Schriften ermittelt wird, beurlaubt hat. Zudem sei ein kirchenrechtliches Verfahren gegen den Mann eingeleitet worden, sagte Bistumssprecherin Judith Rupp.

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