Interview mit Katarina Barley

„Wir leben in starkem Rechtsstaat“

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) wehrt sich gegen den Vorwurf der Kuscheljustiz. a FOTO: dpa / Ralf Hirschberger

Die Bundesjustiziministerin wehrt sich gegen Vorwürfe gegen die Justiz.

Trier „Kuscheljustiz“, „zu lasche Strafen für Mörder“ – so lauten immer wieder die vor allen in sozialen Medien gemachten Vorurteile gegenüber deutschen Gerichten. Gerade derzeit, nach dem Mord an der 14-jährigen Mainzerin Susanna, haben solche Meinungen wieder Hochkonjunktur, weil offenbar viele Bürger glauben, der mutmaßliche Täter droht im Falle einer Verurteilung keine gerechte Strafe. Darüber und was gegen den Vertrauensverlust gegenüber der Justiz getan werden kann, sprachen wir mit der aus Schweich (Trier-Saarburg) stammenden Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD).

Frau Barley, noch ist unklar, ob der Verdächtige im Mordfall Susanna angeklagt wird. Trotzdem sind vor allem in sozialen Netzwerken viele Nutzer davon überzeugt, dass er im Falle einer Verurteilung sowieso zu milde bestraft wird. Wie erklären Sie sich diesen Vertrauensverlust in die deutsche Justiz?

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